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KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

Corona oder nicht? Software erkennt Infizierte an Husten

KOSMO Grafik (FOTOS: iStockphotos)

Eine neue Software des M.I.T kann auch bei asymptomatischen Verläufen feststellen, ob eine Person mit Covid-19 infiziert ist – und das allein am Klang des Hustens.

Corona-Erkrankungen ohne Symptome sind ein großes Problem. Denn Infizierte können so Menschen in ihrem Umfeld anstecken, ohne zu merken, dass sie selbst den Erreger in sich tragen. Doch dafür soll es nun eine Lösung geben: Forscher des M.I.T entwickelten eine künstliche Intelligenz, die dabei helfen könnte, die „unsichtbaren“ SARS-Cov-2-Träger aufzuspüren.

Forscher an der Universität M.I.T fanden heraus, dass sich der Husten von Coronavirus-Infizierten von jenem gesunder Menschen unterscheidet. Dadurch könnte man Corona-Patienten aufspüren, selbst wenn diese sonst keinerlei Symptome zeigen.

Dafür entwickelten sie eine Künstliche Intelligenz, die diese Unterschiede erkennt und analysiert. Die Software ruft absichtlich bei einer Testperson Husten hervor und erkennt so, ob diese infiziert ist. Für menschliche Ohren sind diese Abweichungen nicht hörbar.

Asymptomatische Fällen zu 100 Prozent erkannt!
Um das System die Unterschiede zu lehren, wurden Tausende an Hörproben ausgewertet. Diese erhielten die Wissenschaftler von Freiwilligen über das Internet zugeschickt. Das Ergebnis der Untersuchung ist erstaunlich:

In 98,5 Prozent der Fällen, in denen Patienten spürbar an den Covid-19-Symptomen litten und auch andere Tests bereits eine positive Corona-Erkrankung feststellten, lag auch die Software richtig. Bei asymptomatischen Fällen lag die Erfolgsquote sogar bei 100 Prozent, berichteten die US-Forscher im Medizin-Journal „IEEE Journal of Engineering in Medicine and Biology“.

App könnte Ausbreitung eindämmen
Im nächsten Schritt soll nun eine benutzerfreundliche App entwickelt werden, die als kostenloses und bequemes Screening-Tool verwendet werden kann: „Ein Benutzer könnte sich täglich einloggen, in sein Telefon husten und sofort Informationen darüber erhalten, ob er möglicherweise infiziert ist und sich einem offiziellen Test unterziehen lassen sollte“, schreibt die Universität auf ihrer Website.

So eine App könnte bahnbrechend im Kampf gegen die Pandemie sein. So könne man die Ausbreitung verringern – etwa wenn sie jeder benutzt, bevor er ein Klassenzimmer, ein Unternehmen oder ein Restaurant besucht, so Brian Subirana, einer der Autoren der Studie.

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