Start NEWS CHRONIK Coronavirus: Zwölf weitere Personen isoliert
TIROL

Coronavirus: Zwölf weitere Personen isoliert

(FOTOS: iStockphoto)

Nachdem gestern die ersten Corona-Fälle in Österreich bestätigt wurde, wurden zwölf weitere Personen isoliert. In Wien tagt zudem der Einsatzstab der Bundesregierung.

Wie aus dem Kanzleramt zu hören war, wird der Einsatzstab der Bundesregierung zum Coronavirus heute Morgen abermals Tagen, um weitere Vorgehensweisen bei möglichen weiteren Infizierten zu besprechen.

62 Personen getestet
Nachdem am Dienstag bestätigt wurde, dass sich eine Italienerin (24) aus Tirol mit dem Coronavirus infiziert hat (KOSMO berichtete), wurden bei insgesamt 62 Personen aus dem Umfeld des Innsbrucker Hotels, in welchem die 24-Jährige arbeitet, getestet.

Neun davon wurden unter Quarantäne gestellt. Ebenso wurde das soziale Umfeld der Frau untersucht und drei weitere Personen isoliert.

„Wir haben bei allen 62 getesteten Personen Untersuchungen und zur Sicherheit auch Abstrichproben vorgenommen. Zudem wurden alle Personen registriert und befragt sowie über die notwendigen Hygiene-und Sicherheitsmaßnahmen informiert“, erklärte Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber.

Zwei Wochen polizeiliche Überwachung
„Für die zwölf Personen wurde eine Isolierung angeordnet, die zwei Wochen andauern muss und polizeilich überwacht wird. Zudem müssen die Personen für diesen Zeitraum laufend ihren Gesundheitszustand überprüfen“, erklären Landeshauptmann Günther Platter und Innenminister Karl Nehammer (beide ÖVP). Auch die Wohnung der Italienerin wurde indes isoliert und die Nachbarn über die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen in Kenntnis gesetzt.

„Lombardei ist der Herd“
Im Interview für die „ZiB2“ erklärte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), dass die Lombardei im Norden Italiens „ganz klar der einzige Herd“ sei. Alle Fälle seien von dieser Region aus ausgegangen. Der Minister erklärte zudem, dass Reisebeschränkungen an den Grenzen zu Italien wenig Sinn machen würden. Auch das Fiebermessen würde nur sehr wenig bringen.

„Der Ausbruch in Italien war für uns wirklich ein Hinweis, dass wir sehr vorsichtig mit großer Ernsthaftigkeit vorgehen müssen und die Sicherheit in den Vordergrund stellen müssen. Das machen wir mit dieser gesamteuropäische Strategie auch sehr verantwortungsvoll, wie ich meine“, fügte Anschober hinzu.