Ein 67-jähriger Autofahrer erfasste am Freitag in Trieben eine Mutter mit Kinderwagen auf einem Zebrastreifen und setzte seine Fahrt fort, ohne anzuhalten. Die 28-jährige Bulgarin aus dem Bezirk Liezen und ihre einjährige Tochter erlitten Verletzungen unbestimmten Grades. Gegen den Unfallverursacher wird nun ein Verfahren eingeleitet.
Der Vorfall ereignete sich am Freitag, 19. September, gegen Mittag. Die junge Mutter wollte mit ihrem Kinderwagen einen Schutzweg zwischen der Volksschule und dem Gemeindeamt überqueren, als es zur Kollision mit dem Fahrzeug kam. Der Lenker hielt nach dem Zusammenstoß nicht an, sondern fuhr einfach weiter.
📍 Ort des Geschehens
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Fahrer identifiziert
Die verletzte Frau brachte sich und ihr ebenfalls verletztes Kind selbständig ins Krankenhaus zur medizinischen Versorgung. Dank aufmerksamer Zeugen konnte der flüchtige Fahrer bereits einen Tag nach dem Unfall identifiziert werden. Bei der polizeilichen Befragung gab der Mann aus dem Bezirk Murtal an, er habe den Zusammenstoß zwar bemerkt, sei jedoch davon ausgegangen, dass niemand zu Schaden gekommen sei, weshalb er weitergefahren sei.
Fahrerflucht mit Personenschaden wird in Österreich nach dem Strafgesetzbuch mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe geahndet. Das Verkehrsdelikt gilt als besonders schwerwiegend, wenn Verletzungen von Personen im Spiel sind – auch wenn diese zunächst als „unbestimmten Grades“ eingestuft werden.
Der 67-jährige Lenker aus dem Bezirk Murtal wird nun wegen Fahrerflucht angezeigt. Die Staatsanwaltschaft muss entscheiden, ob zusätzlich zu den verkehrsrechtlichen Konsequenzen auch strafrechtliche Schritte eingeleitet werden.