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WIRTSCHAFT

Das schwarze Gold Bosniens – Ölfelder im Wert von 11 Milliarden Euro geschätzt

(Foto: zVg.)

Die amerikanische Ölfirma Amoco und das britische Consultingunternehmen „Exploration Consultants Limited“  haben im Jahr 1989 Rechte zur Suche nach Erdöl in Bosnien-Herzegowina erworben. Sollte Bosnien die Karten richtig ausspielen, könnte das Land die Wiege Europas für das schwarze Gold werden.

Die beiden Unternehmen haben bereits in den 80er Jahren, sowohl im Norden als auch im Süden Bosnien-Herzegowinas, Erdölvorkommen entdeckt. Als der Krieg in den 90er Jahren das Land verwüstete, wurden die Investitionen in die Ölfelder gestoppt. Nach 25 Jahren versuchen nun die Firmen ihre Suche wieder in Angriff zu nehmen. Erdölfunde gibt es in beiden Entitäten des Landes, der größte Teil davon liegt in Orasje. Dort befinden sich etwa 180 Millionen Barrel des schwarzen Goldes.  Der Gesamtwert dieses Schatzes, nach aktuellen Ölpreisen, beträgt etwa 14 Milliarden US-Dollar (rund 11 Millionen Euro).

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In Radalj, unweit von Ljubuški, wurde bei archäologischen Ausgrabungen eine Höhle entdeckt, welche 6.000 vor Christus von Menschen besiedelt war.

 

Europas Erdöl-Quelle

Das britische Unternehmen Exploration Consultants Limited arbeitete zwei Jahre an der Suche von Erdöl in Bosnien-Herzegowina. Rund 2,5 Millionen Dollar Kredit nahm das Unternehmen von der Welt Bank auf. Amoco finanzierte das Projekt in Bosnien mit eigenem Geld. Aufgrund der Naturkatastrophen in den USA erwarten die Ölhändler turbulente Zeiten auf den Märkten. Sie prophezeien, dass die Nachfrage nach Erdöl steigen wird. Sollte das Erdöl-Projekt tatsächlich in Bosnien-Herzegowina erfolgreich sein, könnte das Land zur europäischen Öl-Quelle avancieren. Den letzten Schätzungen der australischen Firma Key Petroleum nach, liege Bosnien-Herzegowina auf 600 Millionen Tonnen Erdöl. Derzeit exportiert das Balkan-Land kein Öl. Im Jahr 2013 betrug der Import etwa 20.690 Barrel pro Tag. Seit Beginn der Erkundungen wurden rund 70 Löcher mit positiven Ergebnissen gebohrt.

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