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BALKAN

Deutsche Ministerin drängt Serbien, Sanktion gegen Russland mitzutragen

(FOTO: Wikimedia Commons/Cabinet of Ministers of Ukraine)

Serbien fährt hinsichtlich Russlands bzw. des Ukraine-Kriegs zweigleisig, sehr zum Ärger der deutschen Verteidigungsministerin Annalena Baerbock.

Der serbische Präsident Aleksandar Vučić sprach in seiner ersten Ansprache zum Ukraine-Krieg vor mittlerweile mehr als einem Monat von einer „vollen Unterstützung für die territoriale Integrität der Ukraine“ – den Sanktionen gegen Russland schloss man sich jedoch nicht an, obwohl man dem Text der UN-Resolution gegen den russischen Angriffskrieg zugestimmt hat.

Serbien wird immer vorgeworfen, dass es weiterhin zu nahes Verhältnis zu Moskau pflegt. Dies könnte die EU-Bestrebungen des Landes in weiterer Folge in Gefahr bringen. Ihr Unverständnis über die Situation äußerte auch die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne).

Appell an Belgrad
Kürzlich trafen sich die EU-Außenminister in Luxemburg. Dort war auch Serbiens Einstellung zu den Sanktionen gegen Russland Thema. „Wenn man Mitglied der EU werden will, was Serbien werden möchte, dann ist es zentral, in solchen Momenten auch die Außenpolitik der EU und entsprechend die Sanktionen mitzutragen“, so Baerbock. Im März warnte sie bereits davor, dass Putins nächstes Ziel der Balkan sei. (KOSMO berichtete) Serbien stellte 2009 einen Beitrittsantrag zur EU, fünf Jahre später starteten die Verhandlungen.

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