Vor den Augen ihres Ehemanns stürzte eine bayerische Bergsteigerin in den Tiroler Alpen in die Tiefe. Der Rettungseinsatz kam für die 50-Jährige zu spät.
Eine 50-jährige Bergsteigerin aus Bayern kam am Samstagnachmittag bei einem tragischen Kletterunfall in Wildermieming ums Leben. Das Unglück ereignete sich gegen 14 Uhr, während die Frau gemeinsam mit ihrem Ehemann die Route „Andrea“ im Gebiet „Stöttlwand – Fischplatten“ unterhalb der Griesspitze (2741 m) in der Mieminger Kette bestieg. Die genauen Umstände des Absturzes, der sich vor den Augen ihres Mannes ereignete, sind derzeit noch Gegenstand von Ermittlungen.
📍 Ort des Geschehens
Anspruchsvolle Kletterroute
Die Route „Andrea“ gilt mit einer Länge von 490 Metern und einem Schwierigkeitsgrad von 6- als technisch anspruchsvoll. Experten warnen davor, die Klettertour aufgrund ihrer Länge und der glatten Plattenstruktur zu unterschätzen. Alle Standplätze sind mit Ketten ausgestattet, der Abstieg erfolgt meist über Abseilen oder einen markierten Steig.
Tödlicher Absturz
Der herbeigerufene Notarzt konnte bei seinem Eintreffen nur noch den Tod der Alpinistin aus dem Landkreis Erding feststellen. Ihr Ehemann, der den Sturz mitansehen musste, blieb körperlich unverletzt und wurde mittels Rettungshelikopter aus der Kletterroute geborgen. Noch am selben Tag begannen die Einsatzkräfte mit ersten Untersuchungen am Unfallort.
Großer Einsatz
Die Ermittlungen zur Klärung der Unglücksursache werden am Sonntag fortgesetzt. Die Bergung der Verunglückten erfolgte durch den Polizeihubschrauber Libelle Tirol, der den Leichnam ins Tal transportierte. An der Rettungsaktion beteiligten sich neben der Bergrettung Mieming auch die Besatzungen eines Rettungs- und eines Polizeihubschraubers sowie mehrere Polizeistreifen und Spezialisten der Alpinpolizei.
Die genauen Umstände des Absturzes sind derzeit noch Gegenstand von Ermittlungen.