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Asylrückgang

Dramatischer Rückgang: 45 Prozent weniger Anträge – Karner sieht Erfolg

Dramatischer Rückgang: 45 Prozent weniger Anträge – Karner sieht Erfolg
Foto. epa/OLIVIER HOSLET
2 Min. Lesezeit |

Weniger Anträge, weniger Betreuungsplätze – Österreichs Asylstatistik zeigt für 2025 eine klare Richtung. Doch hinter den Zahlen steckt mehr.

Die Zahl der in Österreich gestellten Asylanträge ist in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres deutlich gesunken. Insgesamt wurden zwischen Jänner und April 3.397 Anträge registriert, was einem Rückgang von 45 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht. In keinem einzelnen Monat des betrachteten Zeitraums fiel der Rückgang auf weniger als 41 Prozent.

Syrische Anträge

Gemessen an der Gesamtzahl der Anträge stellten syrische Staatsangehörige nach wie vor die größte Gruppe dar. Von den 856 syrischen Ansuchen waren jedoch 736 keine originären Neuanträge, sondern Folgeanträge bereits im Land befindlicher Personen. Bei den originären Erstanträgen lagen in den ersten vier Monaten hingegen afghanische Staatsbürger voran.

Parallel dazu entspannt sich die Lage in der Grundversorgung schrittweise. Anfang Mai befanden sich 48.281 Personen in Betreuung – ein Rückgang von rund 4.600 Personen gegenüber dem Jahresbeginn. Den größten Teil dieser Gruppe bilden weiterhin Vertriebene aus der Ukraine.

Unter den Betreuten befinden sich aktuell 1.126 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Im ersten Jahresdrittel reisten 57 Minderjährige ohne Begleitung nach Österreich ein, darunter auch ein Kind unter 14 Jahren.

Somalische Minderjährige

Als häufigstes Herkunftsland unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge gilt Somalia. Von den 16 weiblichen Minderjährigen dieser besonders schutzbedürftigen Gruppe stammen elf aus dem ostafrikanischen Staat. Auch unter den männlichen unbegleiteten Minderjährigen stellen Somalier die zahlenmäßig stärkste Gruppe.

In den ersten vier Monaten des Jahres wurden insgesamt 5.041 Schutzstatus vergeben, wobei subsidiärer Schutz geringfügig häufiger zuerkannt wurde als Asyl. Innenminister Gerhard Karner erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme, es gehe darum, Missbrauch zu bekämpfen und gleichzeitig das System für jene Menschen zu schützen, die tatsächlich Hilfe benötigen.

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KO KOSMO-Redaktion
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