Dramatischer Anstieg bei Drogenfahrten in Oberösterreich: Innerhalb eines Jahrzehnts verzehnfachten sich die Anzeigen. Landesrat Steinkellner fordert nun härtere Konsequenzen.
Die Zahl der Anzeigen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss in Oberösterreich ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Wie aus der aktuellen Bilanz des Landes hervorgeht, wurden 2025 insgesamt 1.581 Personen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss oder nach Verweigerung eines entsprechenden Tests zur Anzeige gebracht. Dies entspricht einem Anstieg von rund 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als 1.362 Anzeigen registriert wurden.
Mit dieser Entwicklung nimmt Oberösterreich im bundesweiten Vergleich den zweiten Platz hinter Wien ein. Besonders alarmierend erscheint die langfristige Entwicklung: Während 2014 lediglich 160 einschlägige Anzeigen verzeichnet wurden, hat sich die Zahl innerhalb eines Jahrzehnts nahezu verzehnfacht.
Steinkellners Forderung
„Ich fordere daher deutlich höhere Strafen für Drogenlenker“, erklärt Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) angesichts der Statistik. Der FPÖ-Politiker betont, dass Personen, die unter Einfluss von Suchtmitteln am Steuer sitzen, Menschenleben gefährden.
Um die Kontrolldichte zu erhöhen, verfügt mittlerweile jeder Bezirk in Oberösterreich über mindestens ein Vortestgerät. Diese Geräte ermöglichen es den Exekutivbeamten, Verdachtsfälle schnell und effizient vor Ort zu überprüfen.
Rechtliche Hürden
Dennoch sieht Steinkellner weiteren Handlungsbedarf. Er kritisiert, dass Lenker unter Drogeneinfluss derzeit einem geringeren Risiko ausgesetzt seien, angehalten und überführt zu werden. Als Hauptproblem identifiziert der Landesrat die aufwendigen Verfahren, die umfangreiche medizinische Untersuchungen erfordern.
Daher fordert er eine klare rechtliche Anerkennung von Vortestgeräten sowie entsprechende Zusatzausbildungen für Polizeibeamte.