Ein Spürhund, eine Hosentasche, ein Vizeadmiral – und eine Zeremonie, die so niemand geplant hatte. Bei einer Abschlussfeier der chilenischen Marine in Valparaíso kam es Anfang Mai zu einem Zwischenfall, der seither im Netz für reichlich Gesprächsstoff sorgt: Ein Spürhund biss seinem Vizeadmiral in die Hosentasche – mitten in der Zeremonie, vor laufender Kamera.
Am 7. Mai fand in der chilenischen Hafenstadt die Abschlussveranstaltung des „2. Ausbildungskurses für Spürhundeführer“ statt. Einen Monat lang hatten fünf Polizeibeamte gemeinsam mit vier belgischen Malinois unter Aufsicht des chilenischen Zolls trainiert. Die Hunde wurden darauf konditioniert, Marihuana, Kokain und Schusswaffen aufzuspüren – eine Ausbildung, die an diesem Tag offiziell ihren Abschluss finden sollte.
Biss auf der Bühne
Auf dem Video, das von der Veranstaltung kursiert, ist die Aufstellung auf der Bühne zu sehen: Polizeibeamte in Reihe, daneben ein belgischer Malinois. Dann, ohne Vorwarnung, stürmt der Hund auf Vizeadmiral Arturo Oxley zu und schnappt nach dessen Hosentasche. Umstehende greifen sofort ein, der Hundeführer bringt die Situation rasch unter Kontrolle. Ein Teil der Uniform des Vizeadmirals wurde dabei zerrissen.
Die Marine reagierte mit einer offiziellen Stellungnahme. Das Verhalten des Tieres sei auf „Alter, Temperament und Erregungsniveau“ zurückzuführen. Vizeadmiral Oxley habe besonnen reagiert und sei unverletzt geblieben. Der betreffende Hund befinde sich in gutem Gesundheitszustand und werde derzeit unter polizeilicher Aufsicht nachgeschult.
Virale Reaktionen
Was sich zum Zeitpunkt des Vorfalls tatsächlich in der Hosentasche des Vizeadmirals befand, ließ die Marine offen – eine Frage, die im Netz naturgemäß für Spekulationen sorgte. Auf X, dem früheren Twitter, verbreitete sich das Video binnen kürzester Zeit. Die Kommentare reichten von „Spürhunde kennen keine Dienstgrade“ über „Er hat seinen Job nur mit besonderem Eifer erledigt“ bis hin zu schlicht: „Ich wüsste gern, was in dieser Tasche war.“