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Droht Kollaps des Gesundheitssystems? Hälfte aller Pfleger will aufhören

(FOTO: iStock)

Die Resultate einer aktuellen Umfrage lassen momentan die Alarmglocken klingeln: 45 Prozent der Gesundheits- und Krankenpfleger im Akutbereich denken über einen Karrierewechsel nach.

Fünf Prozent planen den Ausstieg schon fix oder sind dabei diesen umzusetzen. Was den Menschen in diesem Bereich am meisten zuzusetzen scheint, ist die Arbeitssituation seit dem Ausbrechen der Pandemie, die sich “massiv” verschlechtert habe. 85 Prozent fühlten sich aufgrund der Pandemie psychisch mittelmäßig bis sehr stark belastet, was sich durch Ängste, Sorgen, Gedankenkreisen, nicht abschalten können und Schlaflosigkeit äußert. Auch körperlich sind die Pfleger stark mitgenommen, was zu Erschöpfung, Ausgelaugtheit und körperlichen Beschwerden führt. Dazu kommt noch, dass ein gestiegenes Aggressionspotenzial und sogar mehr Gewalt von Seiten der Patienten beobachtet wurde.

Für die ÖGKV-Präsidentin Elisabeth Potzmann, sind dies keine Neuigkeiten: “Was alle Gesundheits- und Krankenpflegepersonen spüren, wurde hier erstmalig in Zahlen gegossen. Der Personalmangel in dem wichtigen und sogar systemerhaltenden Bereich spitzt sich somit weiter zu. Wie die Politik damit umgehen wird, wird sich noch zeigen.

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