Ein Ehestreit endete für einen 49-Jährigen mit einem gefährlichen Sturz in eine Schlucht. Durchnässt und verletzt kämpfte er sich selbst ins Freie.
Nach einem Streit verließ ein 49-jähriger Mann am Sonntagabend sein Zuhause zu Fuß. Seine 44-jährige Ehefrau meldete ihn später bei der Polizeiinspektion Thüringen als vermisst, nachdem ihre eigenen Suchbemühungen erfolglos geblieben waren. Die Frau konnte den Beamten einen wichtigen Hinweis geben: Das Mobiltelefon ihres Mannes ließ sich im Bereich Thüringen-Schlosstobel in Richtung Thüringerberg orten.
Die Polizei nahm umgehend die Suche auf und konnte entlang des Güterwegs am Schlosstobel durch Zurufe tatsächlich Kontakt zum Vermissten herstellen. Der Mann war offenbar in dem steilen, unwegsamen Gelände des Tobels verunglückt. Die schwierigen Geländeverhältnisse und der zwischenzeitlich abgebrochene Kontakt zum Verunfallten machten die Alarmierung weiterer Einsatzkräfte notwendig – sowohl die Österreichische Bergrettung als auch die Rettung wurden über die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) zum Einsatz gerufen.
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Eigenständige Rettung
Noch vor Eintreffen der Bergrettung gelang es dem 49-Jährigen jedoch aus eigener Kraft, sich aus dem Tobel zu befreien. Durchnässt und mit sichtbaren Verletzungen erreichte er selbständig eine nahegelegene Brücke und kehrte zum Güterweg zurück. Der Bergrettungseinsatz konnte daraufhin abgebrochen werden.
Die bereits vor Ort befindlichen Rettungskräfte übernahmen die Versorgung des Mannes und transportierten ihn anschließend ins Landeskrankenhaus Feldkirch.