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Krankenhausgefahr

Eine Rarität“ – Mysteriöser Super-Pilz breitet sich in Europa aus

Eine Rarität“ – Mysteriöser Super-Pilz breitet sich in Europa aus
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Der multiresistente Pilz „Candida auris“ breitet sich zunehmend in europäischen Krankenhäusern aus. Dies geht aus einem aktuellen Bericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hervor.

Besonders besorgniserregend ist die Widerstandsfähigkeit des Erregers gegen verschiedene Medikamente, wodurch er vor allem für immungeschwächte Personen zur ernsten Bedrohung werden kann. Seit seiner Erstentdeckung 2009 in Japan hat sich der Pilz kontinuierlich verbreitet – begünstigt durch seine Fähigkeit, auf unterschiedlichsten Oberflächen zu überdauern und durch Kontaktübertragung weitergegeben zu werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Candida auris mittlerweile als „kritischen Prioritätspathogen“ ein. Bei bereits erkrankten Menschen können dadurch schwerwiegende Infektionen entstehen.

Europäische Verbreitung

In der Statistik der zwischen 2013 und 2023 dokumentierten Fälle innerhalb der EU belegt Deutschland den fünften Rang nach Rumänien, Italien, Griechenland und Spanien. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum über 4.000 Fälle in der EU/EEA gemeldet. Auffällig ist, dass ein erheblicher Anteil der erfassten „Candida auris“-Infektionen – mehr als ein Drittel aller Fälle – allein im Jahr 2023 registriert wurde, was auf einen beunruhigenden Aufwärtstrend hindeutet. In Deutschland wurden 2023 allein 120 Fälle dokumentiert.

Das ECDC weist jedoch darauf hin, dass die offiziellen Zahlen vermutlich nur einen Bruchteil des tatsächlichen Ausmaßes widerspiegeln, da in vielen Ländern keine systematische Erfassung stattfindet und die Meldepflicht unterschiedlich geregelt ist. Dies macht eine realistische Einschätzung der Gesamtsituation schwierig. Präventive Schutzmaßnahmen sind besonders in klinischen Einrichtungen und für bereits gesundheitlich angeschlagene Patienten essenziell, da der Pilz im Blutkreislauf eine potenziell tödliche Sepsis (Blutvergiftung) auslösen kann.

Geringe Allgemeingefahr

Für die Allgemeinbevölkerung stellt „Candida auris“ hingegen kaum eine Gefahr dar. Wie die Tagesschau berichtet, bemerken viele Betroffene die Besiedlung mit dem Pilz überhaupt nicht. Der Fachmann Oliver Kurzai relativierte gegenüber dem Science Media Center die Situation: „Die Verbreitung des Pilzes in Deutschland ist noch eine Rarität, die vor allem Epidemiologen beschäftigt.“

Aber für den einzelnen individuellen Patienten ist die Wahrscheinlichkeit, damit in Kontakt zu kommen, niedrig.

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KO KOSMO-Redaktion
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