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Personalnot

Einer der kleinsten Kader“ – Englands Superstar Kane stellt Bayern-Bosse bloß

Einer der kleinsten Kader“ – Englands Superstar Kane stellt Bayern-Bosse bloß
(FOTO: EPA/ANNA SZILAGYI)
2 Min. Lesezeit |

Nach dem Supercup-Triumph gegen Stuttgart schlägt Harry Kane Kadermangel-Alarm beim FC Bayern München. „Es ist vermutlich einer der kleinsten Kader, in denen ich je gespielt habe. Wir sind ein bisschen dünn besetzt, aber das liegt nicht in der Macht der Spieler“, erklärte der englische Nationalstürmer nach dem knappen 2:1-Erfolg. Mit dieser deutlichen Aussage richtet der 32-Jährige einen unmissverständlichen Appell an die Verantwortlichen Max Eberl und Christoph Freund.

Bayerns Sportdirektor Freund reagierte bereits auf die angespannte Personalsituation: „Durch die Verletzung von Jamal Musiala sind wir von der Anzahl natürlich anders aufgestellt als letztes Jahr. Die Qualität ist trotzdem sehr, sehr hoch, die Quantität ist jetzt geringer und es sind noch zwei Wochen Transferzeit. Wir halten die Augen jetzt natürlich offen und wollen nichts ausschließen.“

Schmerzhafte Abgänge

Ein Blick auf die Transferbilanz bestätigt Kanes Bedenken. Die Münchner mussten in diesem Sommer mehrere schmerzhafte Abgänge verkraften: Kingsley Coman wechselte für 35 Millionen Euro zu Al Nassr (saudi-arabischer Verein), Leroy Sané schloss sich ablösefrei Galatasaray Istanbul an, Thomas Müller zog ohne Ablöse zu den Vancouver Whitecaps (kanadischer MLS-Verein) weiter. Zusätzlich fällt Offensivjuwel Jamal Musiala verletzungsbedingt aus.

Besonders die Abgänge der erfahrenen Offensivkräfte Müller und Sané hinterlassen personelle Lücken, die schwer zu kompensieren sind. Müller war über Jahre der kreative Kopf im Bayern-Spiel, während Sané mit seiner Schnelligkeit und Technik wichtige Akzente setzte.

Stockende Transferbemühungen

Dem gegenüber steht mit Luiz Diaz bislang nur ein nennenswerter Neuzugang, für den die Bayern 67 Millionen Euro an den FC Liverpool überwiesen. Die Transferbemühungen der Münchner stocken zudem an mehreren Fronten. Die Verpflichtung des lange umworbenen Nick Woltemade scheint mittlerweile ausgeschlossen.

Auch bei Chelsea-Angreifer Christopher Nkunku kommen die Verhandlungen nicht wie erhofft voran.

Junge Talente als Notlösung

Als Reaktion auf die dünne Personaldecke setzen die Münchner verstärkt auf junge Talente aus dem eigenen Nachwuches. Paul Wanner, Tom Bischof, Lennart Karl und Jonah Kusi-Asare sollen in der kommenden Saison vermehrt Chancen im Profikader erhalten. Besonders Wanner, der zuletzt bei Heidenheim überzeugte, gilt als flexibel einsetzbar im offensiven Mittelfeld und könnte eine wichtige Rolle übernehmen.

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KO KOSMO-Redaktion
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