Ein polnischer Bergführer rettete ein Kleinkind, nachdem dessen litauische Eltern trotz widriger Wetterbedingungen eine Besteigung des Rysy, des höchsten Berges Polens in der Hohen Tatra, unternommen hatten. Wie das Portal Tatromaniak berichtet, hatte der Bergführer Szymon Stoch die Familie vor der schlechten Sicht und den vereisten Pfaden gewarnt. Die Eltern ignorierten jedoch diese Hinweise und setzten ihren Aufstieg fort, obwohl sie lediglich mit leichten Schuhspikes statt der erforderlichen Steigeisen (Spezial-Bergschuhe mit Metallzacken) ausgerüstet waren.
In sozialen Medien kursiert mittlerweile ein Video, das dokumentiert, wie die Eltern mit ihrem Baby eine vereiste Passage mühevoll erklimmen. Nach Erreichen des Gipfels sahen sie sich außerstande, den Abstieg zu bewältigen, und baten andere Bergsportler um deren Steigeisen – eine Bitte, die aus Sicherheitsbedenken abgelehnt wurde.
“No words.” A couple climbed Poland’s highest mountain with a baby — and sparked outrage
A Lithuanian couple attempted to ascend Mount Rysy while carrying their nine-month-old child, Delfi reports.
Conditions were extremely dangerous. Guides and rescuers warned them repeatedly,… pic.twitter.com/jgN8l6mPEg
— NEXTA (@nexta_tv) October 21, 2025
Rettungsaktion
Als Stoch anbot, die Bergwacht zu verständigen, lehnten die Eltern ab und gaben an, nicht versichert zu sein. Der Bergführer entschied daraufhin, zumindest das Kind in Sicherheit zu bringen, während die Eltern den Abstieg auf eigene Faust wagten.
Öffentliche Empörung
Laut dem Portal Onet löste der Vorfall in den sozialen Netzwerken eine Welle der Entrüstung aus. Zahlreiche Nutzer kommentierten den Fall mit harschen Worten wie „Eltern mit Stroh im Kopf“ und „Dummheit in Reinform“.
Mehrfach wurde auch die Einschaltung des Familiengerichts gefordert.