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Liebesgeständnis

Emina Jahovic: „Jüngster Sohn weigert sich, Serbisch zu sprechen

Emina Jahovic: „Jüngster Sohn weigert sich, Serbisch zu sprechen
FOTO: Instagram/yaemina
4 Min. Lesezeit |

Scheidung, Neuanfang, offene Worte: Emina Jahovic spricht über Liebe, Ehe und das, was sie wirklich von einem Mann erwartet.

Emina Jahovic glaubt noch immer an die Liebe – und inzwischen auch wieder an die Ehe. „Als ich mich scheiden ließ, dachte ich, ich würde nie wieder heiraten. Aber mittlerweile denke ich immer öfter das Gegenteil“, sagte die serbische Sängerin gegenüber dem Portal *Blic*. „Wir werden verletzt, wir fallen hin und stehen wieder auf. Ich bin eine Frau, die die Ehe liebt. Es ist mir fremd, jemanden in einem gewissen Alter noch als Freund vorzustellen. Viel schöner ist es, sagen zu können: Das ist mein Mann.“

2018 endete nach zehn gemeinsamen Jahren die Ehe mit dem türkischen Sänger Mustafa Sandal. Doch lange bevor es dazu kam, hatte Emina alles hinter sich gelassen – ihre Karriere, ihr gewohntes Umfeld, ihr Leben in Serbien. Sie folgte der Liebe in die Türkei, heiratete und wurde Mutter zweier Söhne.

Bereut hat sie diesen Schritt nie, auch wenn er ihr alles abverlangte. „Mein Leben steckt schon lange im Koffer. Je mehr Zeit vergeht, desto kleiner wird die Welt in meinem Kopf. Ob Istanbul oder Belgrad – das ist mir nicht entscheidend. Nur in Amerika könnte ich nicht leben, ich bin zu konservativ erzogen worden“, erzählte sie offen. „Ich war so verliebt, dass ich einfach gegangen bin, ohne nachzudenken. Wenn ich mich verliebe, verliere ich den Bezug zur Realität.“

Klare Haltung

Finanziell war Emina schon früh auf eigenen Beinen – der Musikerfolg kam jung, die Unabhängigkeit gleich mit. Was sie von einem Mann erwartet, ist daher keine materielle Absicherung, sondern emotionaler Halt. „Ich hatte nie einen Partner, der weniger verdient hat als ich. Mustafa hat immer mehr verdient, aber wir haben auch gemeinsam gearbeitet. Ich stehe mit beiden Beinen auf dem Boden und wurde nie von jemandem gesponsert. Es stört mich, wenn die Leute spekulieren, ob ich mit Millionären zusammen bin oder nicht. Ich brauche keinen Mann, damit er mir etwas gibt – sondern damit ich mich emotional sicher fühle.“

Von getrennten Kassen in einer Partnerschaft hält sie gar nichts. „Meine Eltern haben immer alles gemeinsam verwaltet. Dass es Menschen gibt, die das anders handhaben, ist mir völlig fremd. Gemeinschaft bedeutet, gemeinsam zu verdienen und gemeinsam auszugeben.“ Auch über Geschlechterrollen hat sie eine klare Haltung – und formuliert sie mit einem Augenzwinkern: „Wir Frauen sind mit einer starken Maschine geboren, wir sind der Generator. Männer verstecken sich hinter dem Panzer des stärkeren Geschlechts – dabei wäre das sofort vorbei, wenn sie gebären müssten.“

Hausarbeit hält sie für den härtesten Job der Welt. „Während der Quarantäne war ich plötzlich allein mit den Kindern – kochen, waschen, alles. Ich war in meinem Leben noch nie so erschöpft.“ Hausfrau zu sein wird irgendwo als erniedrigend betrachtet, dabei widmest du dein ganzes Leben deiner Familie, ohne einen Moment für dich selbst. Das verdient Respekt.“

An ihre Ankunft in der Türkei und die erste Begegnung mit Mustafas Mutter erinnert sie sich noch gut – und nicht ohne Humor. „Sie hat mich angeschaut… Am Anfang war es eine Katastrophe. Aber dann wurden wir gute Freundinnen, heute ist sie die beste Oma.“ Für die Zukunft hat sie allerdings eine ganz eigene Sorge: „Ich habe Angst, was für eine Schwiegermutter ich selbst einmal sein werde – dass ich besitzergreifend und eifersüchtig werde, wenn ich das Gefühl habe, meine Söhne werden ausgenutzt. Frauen kenne ich gut.“

Schwieriger Neuanfang

Auch beruflich hatte sie es nicht immer leicht. Zu Beginn ihrer Karriere hieß es, sie könne nicht singen – später, sie sei arrogant. Beides traf sie, beides stimmte nicht. „Ich komme aus einem kleinen Umfeld und wurde erzogen, als Frau eher im Hintergrund zu bleiben. Diese Schüchternheit kann nach außen wie Überheblichkeit wirken.“ Aber es war nur eine Maske. Ich brauchte Zeit, um das Selbstvertrauen zu entwickeln, das ich damals schlicht nicht hatte.“

Heimisch fühlt sie sich in der Türkei bis heute nicht – obwohl ihre Söhne zum Teil türkische Wurzeln haben. „In Serbien fühle ich mich wohl. In Istanbul bin ich eine Fremde, auch wenn meine Kinder Türken sind.“ Ihr Älterer, Jaman, spricht Serbisch. Der Jüngere, Yavuz, verweigert es bislang – aus welchem Grund auch immer.

Seit sie allein mit den Kindern ist, hat sich auch ihre Rolle als Mutter verändert. „Mustafa war der strenge Part, ich der nachgiebige. Als ich plötzlich allein war, hatte ich niemanden mehr, der Autorität ausstrahlte. Ich musste selbst strenger werden – und die Kinder verstanden zunächst nicht, was mit ihrer Mutter passiert war.“

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KO KOSMO-Redaktion
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