Putin gibt sich siegessicher – doch seine Worte zum Kriegsausgang in der Ukraine lässt er bewusst im Dunkeln.
Wladimir Putin hat sich überzeugt gegeben, dass Moskau den Ausgang des Krieges in der Ukraine bereits kenne – öffentlich darüber sprechen wolle er jedoch nicht. „Kämpfe sind immer äußerst komplex und gefährlich“, sagte der russische Präsident bei einem Treffen mit Vertretern lokaler Behörden. Die Führung in Moskau habe gleichwohl eine klare Vorstellung davon, wie der Konflikt enden werde.
An der Erreichung der selbst gesteckten Ziele werde man unbeirrt festhalten, so Putin – unter welchen Bedingungen ein Ende der Kampfhandlungen denkbar wäre, ließ er offen. Russland formulierte am 24. Februar 2022 als Kriegsziele die „Entmilitarisierung“ und „Entnazifizierung“ der Ukraine sowie die Anerkennung der Volksrepubliken Donezk und Lugansk und der Krim als russisches Territorium durch die Ukraine.
Putins klare Botschaft
In seinen Worten klang eine unverhohlene Gewissheit mit: „Wir wissen, wie alles enden wird, aber darüber werden wir keine öffentlichen Erklärungen abgeben – wir werden an der Erreichung der Ziele arbeiten, die wir uns gesetzt haben.“ Die Führung in Kiew, so fügte Putin hinzu, beschäftige sich bereits damit, wie sie die Lage angesichts des von ihm so bezeichneten künftigen russischen Sieges nach außen darstellen werde.
Der Krieg dauert mittlerweile ins fünfte Jahr – seit dem Beginn der russischen Invasion im Februar 2022. Putins Äußerungen fallen in eine Zeit, in der laut einer Untersuchung des International Institute for Strategic Studies im Jahr 2024 ein deutlicher Anstieg russischer Sabotageoperationen in ganz Europa verzeichnet wurde.
Europas Sicherheitslage
Die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastruktur gilt als eines der zentralen Themen beim ersten Stockholmer Forum für zivile Verteidigung, das am 21. und 22. April stattfindet.
Russland hat sich dabei als einer der lautstärksten internationalen Verbündeten Teherans positioniert.