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Netflix-Doku

Hulk Hogan gesteht kurz vor seinem Tod: „Ich habe alle angelogen

Hulk Hogan gesteht kurz vor seinem Tod: „Ich habe alle angelogen
FOTO: EPA/JIM LO SCALZO
3 Min. Lesezeit |

Hulk Hogan log, verlor alles – und sprach kurz vor seinem Tod offen wie nie. Netflix zeigt, was hinter der Legende wirklich steckte.

Im vergangenen Jahr verlor die Welt der Unterhaltung eine ihrer schillerndsten Figuren: Am 24. Juli 2025 starb Hulk Hogan im Alter von 71 Jahren. Netflix widmet dem Wrestling-Idol nun eine vierteilige Dokumentation – und zeigt darin ein Interview, das Hogan nur drei Monate vor seinem Tod gegeben hatte.

Hinter dem Ringnamen Hulk Hogan verbarg sich Terry Bollea, der sich zu einer globalen Marke formte. Seine Botschaft an Millionen Anhänger lautete: Beten, trainieren, Vitamine nehmen – und an sich selbst glauben. Was er verschwieg, war die Kehrseite dieses Bildes.

Lügen & Geständnisse

Den Glauben fand er erst durch seine letzte Ehefrau Sky Daily. Trainiert hatte er tatsächlich. Doch hinter dem Wort „Vitamine“ verbarg sich eine andere Realität: Drogen, Alkohol, Anabolika. Hogan nahm alles.

Als Anfang Jänner 1991 ein Steroidskandal die WWE an den Rand des Abgrunds brachte, trat Hogan in der Talkshow von Arsenio Hall auf. Auf die direkte Frage, ob er Steroide genommen habe, antwortete er: „Die Zeitungen haben die Unwahrheit geschrieben. Ich war schon immer kräftig. Ich habe noch nie Steroide genommen. Millionen Kinder glauben an mich und es macht mich traurig, dass jetzt eine dunkle Wolke über allem hängt, woran ich glaube.“ In der Netflix-Dokumentation räumt er damit unmissverständlich auf: „Natürlich habe ich ihn angelogen. Es war alles gelogen.“

Längst war Hogan über die Grenzen des Wrestling-Sports hinausgewachsen und hatte sich als Mainstream-Ikone etabliert. Die vierteilige Produktion beleuchtet dabei nicht nur seinen Substanzmissbrauch, sondern auch das Ende seiner 25-jährigen Ehe mit Linda, die ihn finanziell ruinierte: „Ich gab ihr 70 Prozent, damit ich meine Ruhe hatte. Aber dadurch war ich pleite.“

Unverhofften finanziellen Auftrieb erhielt er durch einen Rechtsstreit: Nachdem das Portal Gawker ein heimlich aufgenommenes Sexvideo veröffentlicht hatte, wurden Hogan 2016 insgesamt 115 Millionen Dollar zugesprochen. Doch der Prozess brachte auch rassistische Aussagen von ihm ans Licht. Die WWE trennte sich daraufhin von ihm – und holte ihn später wieder zurück.

Treue & Abkehr

Bei einem großen Teil seiner Fans jedoch war sein Ansehen bis zu seinem Tod beschädigt. Zu viele Enttäuschungen hatten sich angehäuft.

Einer, der ihm die Treue hielt, war US-Präsident Donald Trump. Er nahm sich eigens die Zeit für ein Interview im Rahmen der Dokumentation: „Ich habe ein großes Meeting mit Russland laufen. Hogan ist ein netter Mann, mit einem großen Herzen. Wir hatten immer eine gute Chemie.“

Hogans öffentlicher Einsatz für Trump im Wahlkampf 2024 brachte das Verhältnis zu vielen Fans endgültig zum Kippen. Bei seinem letzten WWE-Auftritt im Jänner 2025 wurde er mit Buhrufen empfangen. Hogan selbst ließ sich davon nicht entmutigen – im Gegenteil, er sah darin einen Anreiz für ein Comeback: „Ich könnte als Bösewicht zurückkommen und die Hallen mit jedem Gegner der Welt ausverkaufen. Die Fans würden es lieben, wenn ich meinen kaputten Hintern verkloppt bekäme.“

Dazu sollte es nicht mehr kommen. Drei Monate nach dem Interview unterzog sich Hogan einer Operation am Nacken, bei der es zu Komplikationen kam. Seine Witwe Sky Daily sagte dazu: „Ich hätte die Operation nicht erlauben dürfen. Er war danach nie mehr derselbe.“

Am 24. Juli 2025 starb Hulk Hogan im Morton Plant Hospital im floridianischen Clearwater. Die offizielle Todesursache war ein akuter Myokardinfarkt, ausgelöst durch bestehende Herz- und Krebserkrankungen.

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KO KOSMO-Redaktion
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