Eine Nachtexplosion in Split fordert mindestens ein Todesopfer – die Ermittler stehen vor vielen offenen Fragen.
Eine heftige Explosion hat am Donnerstagabend die kroatische Küstenstadt Split erschüttert und mindestens einem Menschen das Leben gekostet. Die Detonation ereignete sich gegen 22:45 Uhr in einer Unterführung unter der Ulica Domovinskog rata – einer Verbindungsachse zwischen den Stadtteilen Ravne Njive, Kacunar und Pujanke. In unmittelbarer Nähe der Unterführung wurde eine leblose Person aufgefunden. Noch in der Nacht wurden sämtliche Fußgängerzugänge zum Bereich abgesperrt.
Großeinsatz in Split
Alle verfügbaren Einsatzkräfte der Polizei sowie Rettungsteams rückten umgehend aus, wie kroatische Medien berichten. Im Zuge der Sicherungsmaßnahmen wurde der Straßenabschnitt der Ulica Domovinskog rata zwischen Ravne Njive und der Kreuzung mit der Solinska ulica für den Fahrzeugverkehr gesperrt.
Auch aus Richtung Zbor narodne garde war die Straße ab der Abzweigung zu den Ravne Njive nicht mehr passierbar – der Verkehr wurde über die Ulica 114. brigade sowie die Hercegovacka ulica umgeleitet. Selbst vor der Bushaltestelle beim nahegelegenen Einkaufszentrum brachten Beamte Absperrband an.
Laut kroatischen Medien wurde noch in der Nacht der diensthabende stellvertretende Staatsanwalt der Gespanschaft (kroatische Verwaltungseinheit) Split-Dalmatien zum Tatort beordert. In seiner Anwesenheit nahm die Spurensicherung ihre Arbeit auf. Offizielle Angaben zur genauen Opferzahl, zur Identität des Toten sowie zur Ursache des Vorfalls sollen erst nach Abschluss der kriminaltechnischen Untersuchungen folgen.
Gerüchte & Spekulationen
Die laute Detonation mitten in der Nacht riss viele Bewohner Splits aus dem Schlaf – und ließ in den sozialen Netzwerken rasch Gerüchte entstehen. Einzelne Augenzeugen wollen zwei aufeinanderfolgende Explosionen gehört haben, andere spekulieren, die Zahl der Opfer könnte höher sein als bislang bekannt.
Offizielle Bestätigungen für diese Angaben gibt es bislang nicht.