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Tourismusreform

Kroatien greift durch: Neue Regeln für Urlauber geplant!

Kroatien greift durch: Neue Regeln für Urlauber geplant!
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Kroatien krempelt seinen Tourismussektor um – mit neuen Regeln, die Urlauber, Vermieter und Gastronomen gleichermaßen betreffen.

Kroatien steht vor einer der weitreichendsten Reformen im Tourismus-, Hotel- und Gastgewerbe der letzten Jahrzehnte. Das zuständige Ministerium für Tourismus und Sport reagiert damit auf grundlegende Veränderungen innerhalb der Branche – darunter der rasante Anstieg von Kurzzeitvermietungen, wachsende Besucherzahlen sowie veränderte Konsumgewohnheiten internationaler Reisender.

Jugendschutz & Partytourismus

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Jugendschutz: Der Verkauf von Energydrinks an Personen unter 18 Jahren soll in Gastronomiebetrieben künftig untersagt sein. Tourismusminister Tonči Glavina verweist zur Begründung auf die gesundheitlichen Risiken, die mit dem Konsum koffein- und stimulanzienhaltiger Getränke verbunden sind. Rechtlich sollen diese Produkte ähnlich eingestuft werden wie Alkohol.

Betriebe werden verpflichtet, auf das Verbot gut sichtbar hinzuweisen; wer dagegen verstößt, muss mit Geldstrafen von mehreren tausend Euro rechnen. Gleichzeitig sollen Gemeinden künftig über erweiterte Kompetenzen verfügen, um Exzessen im Partytourismus wirksamer begegnen zu können. Konkret ist geplant, den Ausschank alkoholischer Getränke zeitlich zu begrenzen, um Lärm und Sicherheitsrisiken in stark frequentierten Urlaubsregionen einzudämmen.

Ähnliche Regelungen bestehen bereits in anderen europäischen Tourismusdestinationen und haben dort in einigen Fällen spürbare Entlastungen für die ansässige Bevölkerung gebracht.

Illegale Vermietung

Ein weiterer Schwerpunkt des Reformpakets richtet sich gegen nicht registrierte Privatanbieter im Beherbergungsbereich. Wer ohne gültige Zulassung vermietet, soll künftig mit empfindlichen Bußgeldern belegt werden. Auch Online-Buchungsplattformen werden stärker in die Verantwortung genommen: Inserate ohne nachgewiesene Registrierung sollen von den Portalen entfernt werden müssen.

Fachleute bewerten diese Maßnahmen als wichtigen Schritt gegen Wettbewerbsverzerrungen und Steuerausfälle. Ergänzt wird das Gesetzespaket durch strengere Qualitätsvorgaben für Beherbergungsbetriebe.

Regelmäßige Neueinstufungen sollen dauerhaft sicherstellen, dass vorgeschriebene Standards eingehalten werden.