Ein Routinebesuch im Zählerkasten endet mit einem Schockfund: In Wien taucht scharfes Kriegsmaterial auf.
Am Montagnachmittag ist in einem Mehrparteienhaus in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus eine scharfe Handgranate aufgetaucht. Entdeckt wurde der Gegenstand von einem Mitarbeiter, der im Gebäude am Henriettenplatz routinemäßig Gaszähler ablas. Im Gang des Hauses stieß er in einem Zählerkasten auf die mit Klebeband umwickelte Granate.
Eine erste Überprüfung durch die verständigte Polizei bestätigte, dass es sich um ein echtes Kriegsmaterial handelt.
Schneller Einsatz
Noch am selben Abend, gegen 17.30 Uhr, rückten Spezialisten der Wiener Polizei am Fundort ein. Ein sprengstoffkundiger Beamter sicherte den Bereich und koordinierte die Übergabe an den Entminungsdienst des Bundesheeres, der die Granate fachgerecht entfernte.
„Aufgrund der schnellen Verständigung der Einsatzkräfte nach Auffindung der Handgranate und der abgelegenen Lage des Zählerkastens konnte eine weitere Gefährdungslage schnell ausgeschlossen werden“, teilte die Polizei mit. Parallel dazu wurde das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung über den Vorfall in Kenntnis gesetzt.
Polizeiliche Hinweise
Die Wiener Polizei nimmt den Vorfall zum Anlass, auf das richtige Verhalten bei ähnlichen Funden hinzuweisen. Wer auf einen sprengstoffverdächtigen Gegenstand oder Kriegsmaterial stößt, sollte sich den genauen Fundort einprägen, sofort Abstand halten und umgehend den Polizeinotruf 133 wählen.
Ausdrücklich gewarnt wird davor, derartige Gegenstände zu berühren oder zu bewegen.
Die Ermittlungen zur Herkunft der Granate sowie zu den näheren Umständen des Funds sind weiterhin im Gange.