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Stadionbau

Ende einer Legende: Ehemals schönstes Stadion Jugoslawiens wird ersetzt!

Ende einer Legende: Ehemals schönstes Stadion Jugoslawiens wird ersetzt!
(FOTO: Nogometni savez BiH)
3 Min. Lesezeit |

Auf historischem Boden entsteht Bosniens Fußballzukunft: Der Verband präsentiert Pläne für ein modernes Nationalstadion in Zenica, das die traditionsreiche Bilino-Polje-Arena ersetzen soll.

Der Fußballverband von Bosnien und Herzegowina hat konkrete Pläne für ein neues Nationalstadion in Zenica vorgestellt. Das Projekt sieht den Neubau an der Stelle des traditionsreichen Bilino Polje vor und markiert nach Verbandsangaben einen Meilenstein in der Entwicklung des bosnischen Fußballs.

Mit der Fertigstellung des Konzeptentwurfs beginnt nun die eigentliche Umsetzungsphase. Das neue Stadion soll in den kommenden Jahren deutlich verbesserte Trainingsbedingungen für sämtliche Nationalteams bieten und das sportliche Umfeld im bosnisch-herzegowinischen Fußball nachhaltig aufwerten. Verbandspräsident Vico Zeljković rechnet mit dem Abschluss der Projektdokumentation bis August 2026, woraufhin die Bauarbeiten starten sollen.

„Wir setzen hier einen langfristig entscheidenden Impuls für die Weiterentwicklung des bosnischen Fußballs und schaffen optimale Bedingungen für unsere Auswahlmannschaften. Gleichzeitig entsteht eine neue Heimstätte für Čelik Zenica“, erklärte Zeljković. „Die Finanzierungsfrage ist noch nicht abschließend geklärt, aber wir prüfen bereits mehrere nachhaltige Modelle, um die vollständige Projektumsetzung zu garantieren.“

Das 1972 eröffnete Bilino Polje mit seinen rund 15.000 Plätzen diente jahrzehntelang als Heimspielstätte der bosnischen Nationalelf und des NK Čelik. Genau an diesem historischen Ort soll nun ein modernes Nationalstadion entstehen, das allen internationalen Anforderungen gerecht wird.

Projektdetails und Ziele

Die Investitionsentscheidung wurde durch eine Vereinbarung zwischen dem Verband und der Regierung des Kantons Zenica-Doboj im September besiegelt. Mit der Veröffentlichung des Konzepts beginnt die formelle Umsetzungsphase, wodurch Zenica seine Position als zentraler Fußballstandort in Bosnien und Herzegowina weiter festigt.

Das Projekt verfolgt das Ziel, erstklassige Bedingungen für alle Nationalteams – von den A-Mannschaften bis zu den Nachwuchs- und Frauenauswahlen – zu schaffen und das Niveau der Fußballinfrastruktur im gesamten Land anzuheben. Neben optimalen Trainings- und Spielbedingungen soll auch das Zuschauererlebnis deutlich aufgewertet werden.

Das Finanzierungskonzept befindet sich noch in der Entwicklung. Laut Zeljković werden verschiedene nachhaltige Optionen geprüft, um eine solide und vollständige Umsetzung zu gewährleisten. Der Verband verfolge das Projekt „ambitioniert, systematisch und verantwortungsvoll“ mit dem klaren Ziel, dieses strategische Infrastrukturvorhaben erfolgreich abzuschließen.

Historische Bedeutung

Das Bilino Polje wurde 1972 fertiggestellt – rechtzeitig zum Finalspiel des Mitteleuropäischen Mitropacups, bei dem FK Čelik gegen ACF Fiorentina triumphierte und zum zweiten Mal in Folge diesen Wettbewerb für sich entschied. Ursprünglich bot das Stadion Platz für 30.000 Zuschauer, nach dem Einbau von Sitzplätzen reduzierte sich die Kapazität auf etwa 18.000.

In den vergangenen Jahren wurde die Arena umfassend modernisiert und erfüllt mittlerweile sämtliche UEFA- und FIFA-Kriterien für internationale Begegnungen aller Wettbewerbsstufen. Nach seiner Eröffnung erhielt das Stadion den Beinamen „das schönste Stadion Jugoslawiens“.

Das Bilino Polje zeichnet sich durch seine britisch inspirierte, quadratische Bauweise aus – im Gegensatz zum ovalen Koševo-Stadion in Sarajevo. Während in Kroatien die Idee eines Nationalstadions praktisch aufgegeben wurde – trotz des Baus eines modernen Trainingszentrums des kroatischen Verbands – verfolgen Serbien und Bosnien-Herzegowina andere Strategien.

In Belgrad laufen die Bauarbeiten für ein neues Nationalstadion bereits auf Hochtouren.

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KO KOSMO-Redaktion
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