Start NEWS CHRONIK Ermittlungen: So kam es zum Donauinsel-Großbrand
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Ermittlungen: So kam es zum Donauinsel-Großbrand

(FOTOS: Twitter-Screenshot/Erich Kocina)

Genau 25 Minuten brauchte es bis vom ersten Glosen bis zum kompletten Niedebrennnen der stadtbekannten Sansibar.

Das ergaben die ersten Analysen der Videoaufnahmen des Großbrands vergangene Woche auf der Donauinsel. Laut den Erkenntnissen der Exekutive brach das Feuer um 9 Uhr Vormittag aus. Da es genau um Punkt 9 Uhr passierte, gab es zwei Verdachtsmomente. Einerseits dachte man an eine Zeitschaltung bei der Elektrik, andererseits an eine raffinierte Brandstiftung.

Mitarbeiter haben kein Motiv
Die Familie Ercin, zugleich Betreiber der Sansibar, schließt beide Optionen aus: Eine Zeitschaltuhr ist nicht eingebaut und für eine Brandstiftung aus dem Umfeld der MitarbeiterInnen gibt es laut den Besitzern kein Motiv. Eigentlich gehört das Lokal der Gastro-Unternehmerfamilie Hofbauer, die vor kurzem erst die versicherte Inneneinrichtung einbauen ließ. „Wir haben uns nichts zu Schulden kommen lassen, das ist unser bestes Lokal und wir sind nur die Pächter. Die Wahrheit wird herauskommen. Meine beiden Söhne sind am Boden zerstört“, sagt Betreiber Yusuf Ercin.

Fast 400.000 Euro Schulden
Grund zur Sorge ist für die Betreiber-Familie nicht nur de Brand. Die letzte offizielle finanzielle Bilanz aus dem Jahr 2018 spricht von Schulden in der Höhe von fast 400.000 Euro (396.200). Das Lokal erklärt diesen Umstand so, dass in diesem Jahr das Lokal von den Söhnen Philipp und Dominik übernommen wurde. Deshalb sei eine Ablöse von knapp 290.000 Euro einberechnet worden. „Wir haben keine Schulden“, betonen die Betreiber.