2025 bringt in Österreich wichtige Wahlen, die politische Machtverhältnisse neu ordnen könnten. Bürgermeister-, Landtags- und Gemeinderatswahlen stehen im Fokus.

Das Jahr 2025 verspricht ein bemerkenswert intensives Wahljahr in Österreich zu werden, mit insgesamt acht anstehenden Wahlen, die bedeutende politische Weichenstellungen nach sich ziehen könnten. Der Auftakt erfolgt in Linz, wo eine Neuwahl des Bürgermeisters am 12. Jänner ansteht, ausgelöst durch den Rücktritt von Klaus Luger (SPÖ) im Zuge der Brucknerhaus-Affäre.
Landtags- und Gemeindewahlen
Im Burgenland wird am 19. Jänner ein neuer Landtag gewählt. Rund 250.000 Wählerinnen und Wähler sind aufgerufen, über die Verteilung der 36 Sitze zu entscheiden. Die SPÖ regiert derzeit mit absoluter Mehrheit, doch Umfragen deuten darauf hin, dass sie möglicherweise eine Koalition eingehen muss. Eine Mehrheit der FPÖ-ÖVP könnte die jahrzehntelange Vorherrschaft der SPÖ beenden.
In Niederösterreich finden am 26. Jänner umfassende Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen statt. Eine neue Regelung, die Zweitwohnsitzer von der Wahl ausschließt, reduziert die Wählerschaft um etwa 150.000, dennoch sind über 1,3 Millionen Menschen stimmberechtigt.
Wirtschaft und Hochschulen
Zwischen dem 10. und 13. März wählen über 546.000 Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Interessenvertretung in den Wirtschaftskammerwahlen. Bei der letzten Wahl dominierte der ÖVP-nahe Wirtschaftsbund mit 69,6 Prozent der Stimmen.
Gleichzeitig stehen im März in Vorarlberg und der Steiermark Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen an. In Vorarlberg wird damit der reguläre Wahlrhythmus nach pandemiebedingten Verschiebungen wieder aufgenommen. In der Steiermark führt erstmals ein FPÖ-Landeshauptmann die Regierung in einer schwarz-blauen Koalition.
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Der exakte Wahltermin in Wien steht noch nicht fest, wird aber voraussichtlich im Oktober sein. Bürgermeister Michael Ludwig steht vor der Herausforderung, die starke Position seiner SPÖ gegenüber den Neos und der FPÖ zu verteidigen. Die FPÖ konnte sich nach der Ibiza-Affäre 2020 kaum erholen, ein Umstand, der die Wahlbeteiligung und Dynamik in der Stadtpolitik beeinflussen könnte.