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Konferenz

Erste Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs

FOTO: EPA-EFE/WILL OLIVER/VOLODYMYR TARASOV
FOTO: EPA-EFE/WILL OLIVER/VOLODYMYR TARASOV

Hochkarätige Treffen in München könnten den Ukraine-Konflikt neu gestalten. Doch welche Rolle spielen die USA in dieser geopolitischen Dynamik?

Am Freitag blickt die Welt nach München, wo erste Gespräche über ein mögliches Ende des Ukraine-Konflikts anstehen. US-Präsident Donald Trump hat diese Treffen im Rahmen der jährlichen Sicherheitskonferenz angekündigt. Hochrangige Vertreter aus Russland, der Ukraine und den USA sollen dabei zusammenkommen. Trump betonte am Donnerstag: „Sie haben morgen ein Treffen in München. Russland wird mit unseren Leuten dort sein. Die Ukraine ist übrigens auch eingeladen. Ich weiß nicht genau, wer von jedem Land dabei sein wird, aber hochrangige Leute aus Russland, der Ukraine und den Vereinigten Staaten.“

Direkte Gespräche zwischen Russland und der Ukraine stehen jedoch nicht auf der Agenda. Ein Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erklärte: „Diskussionen mit den Russen sind nicht vorgesehen.“

Vance lehnt Einladung ab

In einem anderen politischen Kontext hat Trumps Vizepräsident J.D. Vance eine Einladung des deutschen Politikers Olaf Scholz ausgeschlagen, berichtet „Politico“ unter Berufung auf Quellen aus Deutschland und den USA. Ein ehemaliger US-Beamter kommentierte gegenüber „Politico“: „Wir brauchen ihn nicht zu sehen, er wird nicht mehr lange Kanzler sein.“ Stattdessen plant Vance ein Treffen mit Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz, was für Scholz, der nach der Wahl am 23. Februar Kanzler werden will, enttäuschend ist.

Spannungen mit Selenskyj

Es gibt Hinweise auf Spannungen zwischen Selenskyj und den USA. Trumps Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte an, dass Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine „brutal harte Ansage“ an die Europäer richten werde. CDU-Politiker Friedrich Merz deutete an, dass eine konfrontative Rede bevorsteht. Merz erklärte im ZDF, die von Bundeskanzler Scholz beschriebene „Zeitenwende“ werde an diesem Wochenende eintreten. Er fügte hinzu: „Ich habe erste Hinweise erhalten, wie Vizepräsident J.D. Vance sprechen wird. Es wird eine konfrontative Rede.“ Merz betonte, dass der kommende Tag und die Sicherheitskonferenz 2025 von großer Bedeutung sein werden.