Erster offizieller IS-Mord in Österreich

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Erster offizieller IS-Mord in Österreich

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Symbolbild (FOTO: iStockphoto)

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Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) verkündete, dass der verübte Doppelmord in Linz einen terroristischen Hintergrund hatte. Ausgewertete Datenträger des Täters wiesen Verbindungen zum IS nach.

Am 30. Juni ereignete sich ein grausamer Mord an einem älteren Ehepaar in Linz. Der Täter mit tunesischen Wurzeln gab vorerst den Hass auf die Gesellschaft und die FPÖ als Mordmotiv an. Nun bestätigte Innenminister Sobotka in einer Pressekonferenz, dass die Tat „eindeutig einen IS-Hintergrund“ hatte.

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Am Donnerstag kam es in Graz und Wien zu großangelegten Anti-Terror-Einsätzen gegen Islamisten. Die Verhafteten weisen enge Verbindungen zum Balkan auf.

Täter stellte sich selbst
Der Täter Mohamed H. hatte zuerst die 85-jährige Frau erdrosselt und danach ihren 87-jährigen Mann mit einem Stock erschlagen. Daraufhin legte er im Haus der Opfer ein Feuer und fuhr mit dem Fahrrad zur Polizei, um sich zu stellen. Das Paar hätte der Mörder gekannt, da er den beiden öfters Lebensmittel zustellte. Bei dem Kriminellen handelte es sich um einen radikalisierten Moslem, der schon seit 1989 in Österreich lebte und nicht polizeibekannt war.

Verbindungen zum IS
In der Wohnung von Mohamed H. wurden mehrere elektronische Datensätze sichergestellt, die Verbindungen zum IS bestätigten. Der Tunesier hatte den Mord alleine verübt und keine Komplizen gehabt. Obwohl das eigentliche Verbrechen geklärt ist, möchte die Polizei weiterhin den Hintergrund des Morddelikts ermitteln. Laut derzeitigen Erkenntnissen wollte der Täter jedoch nie als Kämpfer nach Syrien reisen.

Mehr Sicherheit
Innenminister Wolfgang Sobotka und Sicherheitsdirektor Konrad Kogler wollten in der Pressekonferenz keine weiteren Details zum Mord bekannt geben. Allerdings nützte Sobotka den traurigen Anlass, um einen raschen Beschluss des Sicherheitspaketes zu fordern. Dieses beinhaltet unter anderem den Einsatz privater Videokameras bei der Überwachung, aber auch verstärkte Überprüfung von Sozialen Medien und Nachrichtendiesten wie WhatsApp und Skype.

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