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Millionenevent

ESC 2026: Nach Basel könnte auch Wien mehr als erwartet profitieren

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Foto: epa/GEORGIOS KEFALAS

Der Eurovision Song Contest bringt nicht nur musikalischen Glanz nach Wien, sondern kurbelt auch die Wirtschaft an. Die Zahlen sprechen für sich.

Der Gastgeber-Standort des Eurovision Song Contest dieses Jahres, die Stadt Basel, hat ihr ursprünglich mit 35 Mio. CHF (ca. 37,6 Mio. Euro) kalkuliertes Budget um etwa 1,7 Mio. CHF (rund 1,8 Mio. Euro) unterschritten.

Laut dem kürzlich veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht der Stadt beliefen sich die Nettokosten für die Veranstaltung auf rund 33,3 Mio. CHF (ca. 35,8 Mio. Euro). Verantwortlich für die Kostenersparnis seien insbesondere höhere Einnahmen aus Sponsoring sowie aus dem Ticketverkauf gewesen.

Für die Stadt Basel ergibt sich damit eine deutlich positive Wertschöpfung: Der Bericht nennt 53 Mio. CHF (ca. 57 Mio. Euro) als Wertschöpfung vor Ort – für die Schweiz insgesamt gar 115 Mio. CHF (rund 124 Mio. Euro).

In der Region Basel wurden knapp zwei Drittel der erbrachten Vorleistungen von lokalen Betrieben erbracht, womit das Ziel einer regionalen Wertschöpfung erfüllt wurde.

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Gemäss Angaben erzeugte der Contest in der Region Basel einen Umsatz von rund 110 Mio. CHF (ca. 118 Mio. Euro); landesweit belief sich der Umsatz auf etwa 248 Mio. CHF (ca. 267 Mio. Euro).

Zudem wurde in einem Zeitraum von fast einem Jahr die Stadt Basel in Zusammenhang mit dem Song Contest über 313 000 Mal in den Medien erwähnt – ein erheblicher Werbeeffekt.

Für die bevorstehende Ausgabe des Song Contests im Jahr 2026 in Wien sind Kosten von Seiten des österreichischen Rundfunks ORF von etwa 16 Mio. Euro netto veranschlagt, die Stadt Wien hat ein Budget von rund 22,6 Mio. Euro für die 70. Ausgabe eingeplant.