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LÄNDERBERICHTE

EU spricht nur einem Bewerberland vom Balkan großes Lob aus, alle anderen erhalten Kritik!

Symbolbild (FOTO: iStockphoto)

Unter allen Staaten, die sich als Mitgliedsländer der EU bewerben, gibt es nur ein einziges, das wirklich positiv auffällt: Nordmazedonien. Aber warum fallen die Bewertungen der anderen Balkanländer so schlecht aus?

Am Dienstag veröffentlichte die EU-Kommission die Länderberichte zu den Kandidatenstaaten aus Südosteuropa: Serbien, Albanien und Nordmazedonien. Dabei fällt letzterer Staat, mit zwei Millionen Einwohnern unter allen EU-Bewerbern als einziger wirklich positiv mit seinen Reformbemühungen auf. In allen anderen mangelt es vor allem an unabhängiger Justiz.

Reformbemühungen in Nordmazedonien
Der einzige südosteuropäische Staat, der in seiner Entwicklung Anlass zur Hoffnung gibt, ist laut dem Länderbericht der EU Nordmazedonien: „Die Bemühungen zur Stärkung der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit wurden fortgesetzt, unter anderem durch die Aktivierung der bestehenden Gewaltenteilung sowie durch Diskussionen und Debatten in wichtigen politischen und legislativen Fragen.“

Dennoch sei das Justizsystem noch weit von EU-Standards entfernt. Ebenfalls positiv bewertet man in Brüssel die Maßnahmen im Kampf gegen Korruption, es gebe aber auch hier Verbesserungsbedarf. Weniger groß ist das Lob im Wirtschaftsbereich. So sei der Fachkräftemangel auf Mängel im Bildungssystem zurückzuführen, und es gebe Lücken bei den Infrastrukturinvestitionen.

Doch insgesamt ist Nordmazedonien, das noch nicht einmal mit den Verhandlungen begonnen hat, im Vergleich zu den anderen Staaten auf einem wesentlich besseren Weg. Was die EU-Kommission konkret an den anderen Kandidaten vom Balkan zu kritisieren hat, lest ihr auf der nächsten Seite!