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Spitzenkandidaten

EU-Wahl: FPÖ führt in Umfragen – Grüne weit abgeschlagen

(FOTO: Flickr/DieGrünen/Karo Pernegger/FPÖ)
(FOTO: Flickr/DieGrünen/Karo Pernegger/FPÖ)

In einer aktuellen Erhebung durch das namhafte Institut Lazarsfeld-Gesellschaft zeigt sich, dass sich Die Grünen in einer politischen Krise befinden. Und diese dreht sich um die EU-Spitzenkandidatin Lena Schilling.

Die politische Landschaft reagiert auf diese Entwicklung mit Verschiebungen zugunsten anderer Parteien. Insbesondere die SPÖ scheint von den Verlusten der Grünen zu profitieren und verzeichnet einen Zuwachs von drei Prozentpunkten auf nun 24 Prozent. Dies positioniert sie vor der ÖVP, die ebenfalls leicht zulegt, jedoch nur auf einen Stand von 22 Prozent kommt.

Darüber hinaus kann die FPÖ ihre Führung mit 27 Prozent festigen. Auch wenn skeptisch betrachtet wird, wie sich dies in Wahlbeteiligung umsetzen wird. Denn FPÖ-Wählen zeigen erfahrungsgemäß eine geringe Teilnahme an EU-Wahlen.

Die NEOS stechen ebenso hervor, indem sie einen bemerkenswerten Sprung auf 15 Prozent vollziehen und damit ihre Aussichten auf zusätzliche Mandate im EU-Parlament verbessern. Im Gegensatz dazu stehen kleinere Parteien wie die KPÖ und die DNA, die mit 2 Prozent bzw. 1 Prozent keine Chancen auf parlamentarische Sitze haben.

Vor den Vorwürfen gegenüber Lena Schilling berechnete Lazarsfeld die Grünen noch mit 14 Prozent. Aktuell liegt Schilling nur noch bei 9 Prozent (-5) und damit auf dem fünften Platz. Rückblick: Bei der EU-Wahl 2019 erreichten die Grünen 14 Prozent und damit drei Mandate. Ein Sitz im EU-Parlament wäre also weg. Schilling würde nur mit der Nr. 2 auf der Wahlliste, dem steirischen Bauern Thomas Waitz, ins EU-Parlament einziehen.