Start POLITIK Euro-Einführung in Kroatien: Kuna könnte bald Vergangenheit sein
EURO WÄHRUNG

Euro-Einführung in Kroatien: Kuna könnte bald Vergangenheit sein

Der Euro könnte bald die kroatische Kuna ablösen. (Foto: iStock)

Die kroatischen Zentralbank Hrvatska narodna banka (HNB) hat ein Strategiepapier für eine Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung Euro (EUR) erarbeitet. Laut Medienberichten sollte der Euro 2022 in Kroatien eingeführt werden.

Die kroatische Nationalbank hat ein Dokument vorbereitet auf das Kroatien lange gewartet hat. Nun wurde das Strategiepapier fertig gestellt, dass die Kosten und Vorteile der Einführung des Euros präzisiert. Dieses Dokument soll als Grundlage für die öffentliche Debatte dienen. Die klare Position der HNB ist bereits bekannt. Sie würden eine einheitliche Währung in der Europäischen Union begrüßen.

LESEN SIE AUCH: Erdoğan sichert sich Wirtschaftstandort Serbien

Der zweitägige Staatsbesuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan wird als wichtiges Treffen für die Wirtschaft beider Staaten gesehen.

 

EU-Mitgliedsländer sind verpflichtet in die Europäische Währungsunion (EWU) einzutreten, sobald sie die Aufnahmekriterien erfüllen. In Kroatien wird seit vergangenem Jahr intensiv über eine Mitgliedschaft diskutiert. Das Balkan-Land hat eine hohe Staatsverschuldung und einen instabilen Banksektor. Mit einem Beitritt zur Währungsunion riskiert das Land in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen Beistandskredit des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) beantragen zu müssen. Dadurch würde Kroatien seine wirtschaftspolitische Souveränität für Jahre an den Kreditgeber verlieren, wie die Frankfurter Allgemeine berichtet. Angesichts hoher Verschuldung und der schlechten Wirtschaftsdaten sei die EU noch skeptisch gegenüber der Euro-Einführung in Kroatien. Auch bei der Bevölkerung des Landes stehe die Kuna höher als der Euro im Kurs.

LESEN SIE AUCH:

Kroatiens Notenbank-Chef, Boris Vujcic, strebt den Wechsel von Kuna auf Euro 2022 an. 2013 ist Kroatien der EU beigetreten und ist damit das jüngste Land der EU. Das Land habe sich gute Chancen für den Euro ausgerechnet, jedoch sprechen die Zahlen nicht für Kroatien. Der Haushaltsdefizit und die Staatsverschuldung verzögern den Beitritt zum Euroraum. Wann Kroatien doch von Kuna zum Euro wechseln wird, lässt sich nicht genau voraussagen.

Vorheriger ArtikelIst dieser fesche Kicker Rozgas Neuer nach Stjepan Hauser? (FOTOS)
Nächster ArtikelWarum Hubrettungsfahrzeuge unverzichtbar sind
Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns auf Ihr Mail an redaktion[at]kosmo.at!