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Gefängnisausbruch

Falsche Polizisten befreien Häftling aus französischem Knast

Falsche Polizisten befreien Häftling aus französischem Knast
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein gefälschtes Dokument, zwei falsche Polizisten – und ein Häftling ist verschwunden. KI machte den Betrug erschreckend einfach.

In einem ungewöhnlichen Fall ist einem 20-jährigen Häftling die Flucht aus einem französischen Gefängnis gelungen – mit entscheidender Unterstützung durch Künstliche Intelligenz. Zwei Komplizen verschafften sich Zutritt zur Haftanstalt, indem sie sich als Polizeibeamte ausgaben und vorgaben, den Mann einem Untersuchungsrichter vorführen zu müssen. Dass es sich dabei um eine Täuschung handelte, fiel den Behörden erst zwei Tage später auf – die Justiz leitete daraufhin Ermittlungen ein.

Archaisches System

Scharfe Kritik an den bestehenden Abläufen äußerte ein Gewerkschaftsvertreter, der das zugrundeliegende System als „archaisch“ bezeichnete. Das Problem: Behörden verlassen sich nach wie vor stark auf Papierdokumente – ein Umstand, der in Zeiten moderner KI-Werkzeuge eine erhebliche Angriffsfläche bietet. „Damit lassen sich Dokumente samt Stempel erstellen, die völlig echt aussehen“, erklärte Yoan Karar, Vizechef der Gewerkschaft FO-Justice.

Die betroffene Haftanstalt reagierte mit einer internen Anweisung: In vergleichbaren Situationen soll künftig eine telefonische Rückversicherung erfolgen.

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Vorstrafen & Ermittlungen

Der geflohene Häftling war im Jahr 2024 wegen eines Überfalls auf einen renommierten Koch zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt worden. Den Strafverfolgungsbehörden ist er darüber hinaus durch eine Vielzahl von Einbrüchen bekannt.

Zusätzlich laufen gegen ihn Ermittlungen im Zusammenhang mit einem Überfall auf den ehemaligen Torhüter des Fußballklubs Paris Saint-Germain, Gianluigi Donnarumma.

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KO KOSMO-Redaktion
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