Porsche treibt die Fahrzeug-Personalisierung auf die Spitze: Ein neues Patent ermöglicht Farbwechsel per Smartphone – vom Lippenstift direkt auf die Karosserie.
Porsche hat ein innovatives Patent für eine Technologie angemeldet, die den Farbwechsel bei Fahrzeugen revolutionieren könnte. Die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) hat am 4. Dezember 2025 ein Verfahren anerkannt, das auf der Kombination von Kamerasystemen und optischen Farbwechsel-Methoden basiert. Laut „Auto, Motor und Sport“ könnte diese Entwicklung sowohl das Kundenerlebnis im Ausstellungsraum als auch die Personalisierungsmöglichkeiten von Fahrzeugen grundlegend verändern.
Die Technologie funktioniert über ein Kamerasystem oder ein Smartphone zur Steuerung der Fahrzeugfarbe. Nutzer können dabei Fotos von beliebigen Objekten aufnehmen und deren Farbgebung direkt auf die Karosserie übertragen. Das Fachmagazin berichtet, dass ein Porsche dadurch beispielsweise die Farbgebung eines Lippenstifts, eines Kleidungsstücks oder sogar eines anderen Fahrzeugs annehmen könnte.
Verkaufsraum-Einsatz
Aus der Patentbeschreibung geht hervor, dass die Technologie primär in Verkaufsräumen zum Einsatz kommen soll. Dort könnten Interessenten die verschiedenen Lackierungsoptionen unmittelbar am Ausstellungsfahrzeug erleben, was das exklusive Sonderwunsch-Programm des Stuttgarter Autobauers unterstützen würde. Die Kosten für individuelle Lackierungen sind derzeit erheblich: Bei einem Porsche 911 Carrera mit Sonderwunsch-Lackierung fallen zusätzliche Kosten von mindestens 22.896 Euro an – eine Summe, die selbst für Porsche-Mitarbeiter trotz ihres großzügigen Weihnachtsgeldes kaum aus der Portokasse zu bezahlen ist.
Bestehende Technologien
Die Farbwechsel-Lösung baut auf bestehenden Technologien wie E-Ink oder paramagnetischen Lackierungen auf. Vergleichbare Ansätze gibt es bereits von BMW, während ein Lexus-Modell durch 40.000 integrierte LEDs sogar Animationen auf der Karosserie darstellen kann. Während BMW bislang hauptsächlich Konzeptfahrzeuge mit eingeschränktem Farbspektrum vorgestellt hat, könnte Porsches Ansatz eine breitere Anwendung ermöglichen. Ob die Technologie tatsächlich in Serienfahrzeugen zum Einsatz kommen wird, bleibt jedoch offen.
Auch das neue E-Bike des Luxusauto-Herstellers ist alles andere als billig.