Eine Landwirtin, drei verdächtige Transporter und maskierte Männer im Morgengrauen – was folgte, alarmierte ganz Gloucestershire.
In den frühen Morgenstunden eines Sonntags war es eine Landwirtin, die möglicherweise Schlimmeres verhinderte – durch nichts weiter als gesunden Menschenverstand und einen wachen Blick.
Die Frau bemerkte drei weiße Transporter, die eine Straße im Dorf Whelford blockierten, keine Meile entfernt vom Militärstützpunkt RAF Fairford in Gloucestershire. Was ihren Verdacht weckte: auffällige Beschriftungen auf den Fahrzeugen und eine unvollständige Telefonnummer auf einem der Transporter. Als sie ihr Auto wendete, stoben maskierte Männer in die umliegenden Bäume davon. Sie zögerte nicht lange – alarmierte die Polizei und warnte über eine WhatsApp-Gruppe auch ihre Nachbarn, die Türen zu sperren und vorsichtig zu sein.
Großeinsatz in Whelford
Die Reaktion der Behörden folgte prompt und in großem Umfang: 85 Haushalte wurden evakuiert, Bombenentschärfungsspezialisten rückten zur Untersuchung der Transporter an, bewaffnete Beamte sicherten das gesamte Gebiet ab. Fünf Männer wurden wegen des Verdachts auf Sprengstoffdelikte festgenommen. Unterstützung erhielt die Polizei dabei von Spezialeinheiten zur Terrorismusbekämpfung.
A police robot fires at the doors of a van during a live counter-terrorism operation after a major incident was declared near an RAF base.
Watch the moment the robot attempts to force its way inside.https://t.co/XGjLBa33Ir
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— Sky News (@SkyNews) September 27, 2026
RAF Fairford ist kein gewöhnlicher Militärstandort: Der Stützpunkt wird von der US Air Force genutzt und steht in Verbindung mit Operationen, die den Iran betreffen – was ihm erhebliche internationale Bedeutung verleiht. Ob der Vorfall tatsächlich in diesem Zusammenhang steht, ließen die Ermittler offen. Ein konkretes Motiv oder eine direkte Verbindung zum Iran wurde bislang nicht bestätigt.
Kritik der Landwirtin
Die Landwirtin selbst zeigte sich nach dem Einsatz wenig beruhigt. „Gott sei Dank haben wir sie entdeckt“, sagte sie – und fügte mit unverhohlener Kritik hinzu: „Ein mutiger Amateur sollte nicht um ein Uhr morgens ungewöhnliche Aktivitäten bemerken müssen, wenn der Luftwaffenstützpunkt in höchster Alarmbereitschaft ist.“ Zudem äußerte sie Bedenken, dass möglicherweise mehr als fünf Personen an dem Vorfall beteiligt gewesen sein könnten. „Das Schlimmste ist, dass wir mehr als fünf Personen gesehen haben“, so die Frau.
Die stellvertretende Polizeichefin von Gloucestershire, Maggie Blyth, trat dem entgegen: Es werde niemand weiteres gesucht, die Lage sei unter Kontrolle.