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Schwarzarbeit

Finanzpolizei deckt 546 Verstöße im Baubereich auf

Finanzpolizei deckt 546 Verstöße im Baubereich auf
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

546 Verstöße, gepfändete Luxusautos und Schwarzarbeit im großen Stil – eine Kontrollaktion legt schonungslos offen, was auf Österreichs Baustellen passiert.

Bei einer europaweiten Schwerpunktkontrolle der Baubranche unter Federführung der Europäischen Arbeitsbehörde (ELA) hat die Finanzpolizei in Österreich insgesamt 546 Verstöße dokumentiert. Überprüft wurden 586 Unternehmen sowie 2.000 Beschäftigte. Den größten Anteil an den Beanstandungen hatten Verstöße gegen Lohn- und Sozialdumpingbestimmungen mit 268 Fällen, gefolgt von 161 Anzeigen wegen Schwarzarbeit.

Darüber hinaus wurden 50 Fälle mit fehlenden Arbeitszeitaufzeichnungen sowie 35 Anzeigen wegen illegaler Ausländerbeschäftigung erfasst, wie das Finanzministerium am Freitag bekannt gab.

Massive Wettbewerbsverzerrung

Die koordinierte Aktion fand zeitgleich in mehreren europäischen Ländern statt. In Österreich wurden dabei 285 Einsatzorte in verschiedenen Bundesländern überprüft. Das Ausmaß der festgestellten Verstöße überraschte selbst die Finanzpolizei.

Bereichsleiter Wilfried Lehner kommentierte die Ergebnisse wie folgt: „Wir haben mit einer hohen Trefferquote gerechnet. Dass wir jedoch derart viele Verstöße auf unterschiedlichsten Ebenen der Bauleistungen feststellen mussten, zeigt leider mehr als deutlich, dass Wettbewerbsverzerrungen durch illegale Marktteilnehmer weiterhin ein massives Problem darstellen und Arbeitsausbeutung nach wie vor stattfindet.“

Gepfändeter Mercedes

Neben den Verstößen im Bereich des Arbeitsrechts wurden 17 Anzeigen nach der Gewerbeordnung erstattet. Wegen offener Abgabenschulden konnten 600.000 Euro exekutiert sowie Finanzstrafen von 200.000 Euro über Forderungspfändungen eingebracht werden.

Auf einer Baustelle in Niederösterreich wurde einem ukrainischen Auftraggeber wegen Abgabenschulden in Höhe von 157.000 Euro ein gepanzerter Mercedes S600 gepfändet.

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KO KOSMO-Redaktion
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