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Verkehrschaos

A10-Sperren im August: Jetzt sind auch Einheimische betroffen

A10-Sperren im August: Jetzt sind auch Einheimische betroffen
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Auf Salzburgs Autobahnen bleibt der Sommer turbulent – zwischen Vollsperren, Tunnelpannen und einer Baustelle, die ungewollt zur Entlastung wird.

Versuchsweise werden im August bestimmte Abfahrten der Tauernautobahn vollständig gesperrt – und zwar nicht nur für Urlauber, sondern auch für Anwohner. Konkret betroffen ist unter anderem die Anschlussstelle Kuchl, die künftig komplett geschlossen bleiben soll. Wer aus dem Tennengau kommt, muss dann bereits in Hallein von der A10 abfahren, um nach Hause zu gelangen.

Auch die Abfahrt Golling soll in das Pilotprojekt einbezogen werden. Seit Jahren wird mit Abfahrtssperren versucht, den Ausweichverkehr von den Landesstraßen fernzuhalten – bisher mit mäßigem Erfolg. Mit dem neuen Ansatz soll sich das ändern.

Das Ziel der Maßnahme ist es, jene Abfahrten, die weiterhin geöffnet bleiben, effektiver kontrollieren zu können und so die Landesstraßen vorrangig für die einheimische Bevölkerung freizuhalten. Aus dem Büro von Landesvize Stefan Schnöll (ÖVP) heißt es dazu: „Das braucht natürlich eine gute Kommunikation.“

Tunnel-Probleme

Abseits der Verkehrssteuerung sorgte das vergangene Wochenende auf der Autobahn selbst für Probleme. Neben dem regulären Reiseverkehr und mehreren Unfällen kam es zu einem Stromausfall in einem Tunnel – bereits zum zweiten Mal binnen elf Tagen. Hatte am 14. Juli ein Unwetter die gesamte Tunnelkette Werfen außer Betrieb gesetzt, war es diesmal ein Kabelschaden im Ofenauer Tunnel, der den Verkehr in Richtung Süden für 45 Minuten vollständig zum Erliegen brachte.

Betroffen waren unter anderem die Beleuchtung im Einfahrtsbereich sowie die Ampelanlage. Mithilfe einer provisorischen Überbrückung konnte der Betrieb schließlich wieder aufgenommen werden. Der Austausch des beschädigten Kabels ist für diese Woche geplant.

Die Tunnelkette selbst war erst Mitte 2025 nach einer Generalsanierung wieder in Betrieb gegangen, in die die Asfinag mehr als 250 Millionen Euro investiert hatte. Der Autobahnbetreiber betonte: „Wir brauchen die Stromversorgung für die Sicherheitstechnik. Da gibt es keine Kompromisse.“

Entlastung & Ausbau

Entlastung kommt von der deutschen Seite der Grenze. Eine Baustelle auf der A8 nahe der Grenze wirkt faktisch wie eine Blockabfertigung und verhindert gemeinsam mit Abfahrtssperren, dass Urlauber bereits über Landesstraßen nach Salzburg einfahren. Für das Jahr 2027 ist zudem der Ausbau des flexiblen Tempolimits geplant: Bis zu acht neue Überkopfwegweiser sollen installiert werden, um Geschwindigkeiten noch gezielter anpassen und den Verkehrsfluss damit besser regulieren zu können.

Erfreuliche Neuigkeiten gibt es von der A1: Die Baustelle zwischen Salzburg-Nord und dem Wallersee wird früher als geplant abgeschlossen. Asfinag-Projektleiter Stefan Spalt erklärt: „Wir konnten das gute Wetter ausnützen.“ In dieser Woche werden noch letzte Asphaltierungsarbeiten durchgeführt, kommende Woche erfolgt der Rückbau der Baustelle.

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KO KOSMO-Redaktion
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