Dramatische Rettung im Pljesevica-Gebirge: Drei Sudanesen überlebten eisige Temperaturen auf der Balkan-Route – doch der Preis war erschütternd hoch.
Drei Migranten aus dem Sudan haben bei ihrem Versuch, über das Pljesevica-Gebirge nach Kroatien zu gelangen, schwere Erfrierungen erlitten. Die bosnische Polizei fand die Männer stark unterkühlt und kaum ansprechbar im Hochgebirge nahe Bihac (Bosnien und Herzegowina), wo Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt herrschen.
Die Rettungskräfte brachten die drei Sudanesen umgehend in medizinische Behandlung. Im Krankenhaus von Tuzla (Bosnien und Herzegowina) mussten die Ärzte jedoch drastische Maßnahmen ergreifen: Allen drei Männern wurden beide Beine amputiert, zwei von ihnen verloren zusätzlich ihre Finger aufgrund der schweren Kälteschäden.
Stabiler Zustand
Nach Angaben des Krankenhauses gegenüber dem Portal „Dnevni avaz“ befinden sich die Patienten mittlerweile in stabilem Zustand. Die medizinischen Fachkräfte weisen jedoch darauf hin, dass der Rehabilitationsprozess langwierig sein wird.
Der Vorfall unterstreicht die extremen Gefahren auf der Balkan-Route, insbesondere im bis zu 1657 Meter hohen Grenzgebirge zwischen Bosnien und Herzegowina und Kroatien, das bei Migranten als besonders riskanter Abschnitt gilt.