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EINFALLSREICH

Frau nutzt eingefrorene Embryonen für Erbschaft nach Tod ihres Geliebten

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Symbolbild (FOTO: iStock)

Ein aufsehenerregendes Erbschaftsdrama entfaltet sich in der Provinz Guangdong (China), über das die sozialen Netzwerke nicht aufhören zu sprechen. Eine Frau namens Leng hat versucht, für ihren posthum geborenen Sohn einen Teil des Erbes ihres verstorbenen Liebhabers Wen, zu erstreiten. Wie der „Guangzhou Daily“ berichtet, wurde ihre Klage jedoch abgewiesen.

Vor seinem Tod bei einem Verkehrsunfall im Januar 2021 hatte Wen offenbar keine Kenntnis davon, dass Leng beabsichtigte, sich posthum mithilfe ihrer eingefrorenen, angeblich von ihm befruchteten Eizellen, fortzupflanzen. Die Eizellkonservierung hatte in einer Privatklinik stattgefunden. Lengs Sohn Xiaowen kam im Dezember 2021 zur Welt, und sie war fest davon überzeugt, dass er das Recht auf einen Teil von Wens Vermögen habe – einschließlich Immobilien, Versicherungsleistungen und Unternehmensanteilen.

Gesellschaftliche Kritik

Während des Prozesses konnte Leng jedoch nicht schlüssig nachweisen, dass die Eizellen tatsächlich mit Wens Sperma befruchtet worden waren, noch dass er ihr die Erlaubnis für die Verwendung seiner genetischen Materialien nach seinem Tod erteilt hatte. Aus diesem Grund wies das Gericht ihre Forderungen zurück, wie der „South China Morning Post“ (SCMP) meldete.

Das chinesische Bürgerliche Gesetzbuch von 2021 garantiert ungeborenen Kindern im Mutterleib das Recht auf Erbe und Schenkungen. Doch die Frage bleibt offen, ob dies auch für eingefrorene Embryonen gilt. Zwar ist die Transplantation von Embryonen in qualifizierten privaten Kliniken legal, doch müsste diese zwischen den Besitzern der Embryonen abgestimmt sein, so die Experten.

Die Nachricht hat online zu heftigen Debatten geführt, wobei einige Kommentatoren Lengs Verhalten als geldgierig brandmarkten und Mitleid mit ihrem Sohn äußerten, der in einer solch komplizierten Angelegenheit aufwachsen muss. Die Forderung nach einer Gegenklage von Wens Ehefrau gegen die Mutter wurde ebenfalls laut.