Start Politik Gas-Not: „Niemand soll frieren, aber…“
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Gas-Not: „Niemand soll frieren, aber…“

Kosmo-Energie
(FOTO: EPA-EFE/Christian Bruna)

Im Fall eines Gasmangels wollen sie alles unternehmen, um die Gasdurchleitung zwischen Deutschland und Österreich aufrechtzuerhalten. Dies ist vor allem für Tirol und Vorarlberg relevant, die nicht an das österreichische Gasnetz angebunden sind.

Beim Gasspeicher Haidach „wollen wir mit einem gemeinsamen Abkommen zur Befüllung auch unsere europäischen Verpflichtungen erfüllen“, sagte Gewessler.

Habeck betonte, dass Österreich, Deutschland und die gesamte EU nun in einer „Schicksalsgemeinschaft“ miteinander verbunden sind und die Haltung über Energie im Stil „interessiert mich nicht, kommt ja aus der Steckdose“, nicht mehr haltbar ist. Die Zeiten des sorglosen Umgangs mit Energie seien vorbei, Energie erfordere einen bedachtsamen Umgang, denn fossile Energien heizten den Planeten auf und erneuerbare Energien veränderten das Landschaftsbild, so Habeck.

Zudem hinterfragte der deutsche Minister die Energielenkung, wonach sowohl in Deutschland als auch Österreich Haushalte besonders geschützt sind. „Frieren soll niemand“ sei schon richtig, wenn es um eine kurzfristige Überbrückung gehe. „Das ist aber nicht das Szenario, dass wir jetzt im Moment haben, sondern wir gehen ja möglicherweise von einer monatelangen Unterbrechung aus“, sagte Habeck.

Es solle zwar niemand frieren, aber die privaten Haushalte sollten ihren Beitrag leisten, um einen monatelangen Stillstand in der Industrieproduktion zu verhindern, denn das hätte massive Folgen, heißt es in der Erklärung.