Zwölf Menschen tragen bereits Elon Musks Gehirn-Chips im Kopf. Die futuristischen Implantate sammeln beeindruckende Nutzungsdaten und ermöglichen Gelähmten neue Freiheiten.
Elon Musks Neuralink hat mittlerweile Gehirn-Chips bei insgesamt zwölf Personen eingesetzt, wie das Unternehmen am Dienstag auf der Plattform X bekannt gab. Die implantierten Geräte wurden von den Patienten bereits über einen Zeitraum von 2.000 Tagen genutzt, wobei die Nutzungsdauer insgesamt 15.000 Stunden beträgt.
Das auf Gehirn-Computer-Schnittstellen spezialisierte Unternehmen gehört neben den bekannteren Firmen Tesla und SpaceX zum Unternehmensportfolio des Tech-Milliardärs. Die klinischen Tests am Menschen begannen erst im vergangenen Jahr, nachdem die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA den ursprünglichen Antrag von Neuralink im Jahr 2022 zunächst abgelehnt hatte. Im Mai 2024 erteilte die FDA schließlich die Genehmigung für die klinischen Studien. Sicherheitsbedenken waren damals der Grund für die anfängliche Zurückhaltung der Behörde.
Aktuell laufen die Studien nicht nur in den USA, sondern auch in Großbritannien, Kanada und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Unternehmen betont dabei, besonders vorsichtig bei der Auswahl und Betreuung der Probanden vorzugehen.
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Erfolge bei Patienten
Erst vor wenigen Monaten, im Jänner, vermeldete das Barrow Neurological Institute als Kooperationspartner von Neuralink einen bedeutenden Fortschritt: Sieben schwer gelähmte Patienten können demnach mithilfe der implantierten Chips Computer und andere elektronische Geräte allein durch ihre Gedanken steuern.
Im direkten Vergleich zu anderen Brain-Computer-Interface-Projekten gilt Neuralinks Ansatz als invasiver als alternative Systeme. Konkurrenzprojekte wie BrainGate, Synchron oder das französische Wimagine-Implantat von Clinatec arbeiten mit weniger eingriffsintensiven Methoden und konnten ähnliche Erfolge bei der Wiederherstellung von Kommunikations- und Bewegungsfähigkeiten erzielen.