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Phishingwarnung

Gefälschte ÖGK-Mail verspricht 1.265 Euro – klick bloß nicht drauf!

Gefälschte ÖGK-Mail verspricht 1.265 Euro – klick bloß nicht drauf!
Foto: iStock
4 Min. Lesezeit |

Tausende Österreicher erhalten gerade täuschend echte E-Mails – doch hinter der vermeintlichen Rückzahlung steckt eine perfide Falle.

Derzeit landen bei zahlreichen Österreicherinnen und Österreichern E-Mails im Postfach, die auf den ersten Blick wie offizielle Mitteilungen der Österreichischen Gesundheitskasse wirken. Unter dem Betreff „Offizielle Benachrichtigung von ÖGK Österreich“ wird darin ein angeblich genehmigter Rückerstattungsbetrag von 1.265,90 Euro in Aussicht gestellt. Klar ist: Bei diesen E-Mails handelt es sich um Fälschungen.

Schon in der Vergangenheit wurden die Sozialversicherungsanstalt, die ÖGK, das Bundesministerium für Finanzen und weitere Institutionen für vergleichbare Betrugsmaschen instrumentalisiert. Zu erwarten ist, dass rund um den Jahresbeginn erneut gefälschte Nachrichten über angebliche Steuerrückzahlungen kursieren werden. ÖGK, Sozialversicherung und andere betroffene Einrichtungen haben deshalb abermals öffentlich vor diesen Betrugsversuchen gewarnt.

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) warnt auf ihrer Webseite ausdrücklich vor aktuellen Phishing-Mails zu angeblichen Rückerstattungen und weist darauf hin, dass sie ihre Versicherten über solche Betrugsversuche mittels Presseaussendungen informiert und niemals per E-Mail oder SMS Kontodaten oder andere Zahlungsinformationen abfragt.

Der Wortlaut der betrügerischen Nachricht lautet: „Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihre Rückerstattung von der OGK Österreich genehmigt wurde. Sie haben Anspruch auf eine Rückzahlung in Höhe des unten aufgeführten Betrags. Diese Rückerstattung wird Ihnen in Kürze auf das von Ihnen angegebene Bankkonto überwiesen. Bitte beachten Sie, dass die Bearbeitung und Überweisung bis zu 72 Stunden in Anspruch nehmen kann.“

In den vergangenen Monaten war in zahlreichen Medienberichten wiederholt von Betroffenen die Rede, die durch solche Maschen teils erhebliche Geldsummen verloren haben sollen. Auch das Finanzministerium hat erst am vergangenen Samstag erneut auf Phishing- und Fake-Nachrichten hingewiesen, die im Namen von FinanzOnline und dem BMF verschickt werden.

Typische Erkennungsmerkmale

Diesen Aufforderungen sollte unter keinen Umständen nachgekommen werden. Weder sollte man auf die enthaltenen Links klicken, noch persönliche Daten eingeben oder absenden. Als Absenderadresse wird in solchen Mails häufig eine vermeintlich offizielle Adresse der Domain krankenkasse.gv.at angegeben – ein Trick, der Seriosität und Legitimität vortäuschen soll.

Auch wenn Phishing-Versuche zunehmend professioneller gestaltet werden, lassen sich mehrere eindeutige Hinweise auf die Unechtheit solcher Nachrichten ausmachen: Die Absenderadresse entspricht nicht der offiziellen Domain der jeweiligen Behörde – also weder bmf.gv.at noch oegk.at oder einer anderen verifizierten Adresse. Eine korrekte, personalisierte Anrede mit dem vollständigen Namen der Empfängerin oder des Empfängers fehlt. Weder das Finanzamt noch die ÖGK oder eine andere offizielle Institution würde den genauen Betrag einer Rückerstattung oder Forderung per E-Mail kommunizieren. Der in der Nachricht hinterlegte Link führt nicht auf eine offizielle Behördenwebsite. Zudem weist der Text der E-Mail Rechtschreibfehler auf.

Solche Nachrichten über angebliche Rückzahlungen von Finanzamt, Krankenkasse oder Streaming-Diensten wie Amazon oder Netflix tauchen immer wieder auf. Versprochen werden dabei teils mehrere hundert Euro, die angeblich zur Abholung bereitstehen. Das Problem: Es handelt sich dabei nicht um echte Mitteilungen der genannten Anbieter oder Institutionen, sondern um Betrugsmails, die für die Betroffenen mit erheblichen finanziellen Schäden verbunden sein können.

Gefälschte Nachrichten

Im Zusammenhang mit den ablaufenden ID-Austria-Konten von rund 300.000 Personen in Österreich nehmen derzeit auch gefälschte SMS-Nachrichten und betrügerische E-Mails zu, die zur erneuten Verifizierung der ID-Austria auffordern. Auch bei diesen Nachrichten ist besondere Vorsicht geboten – im Zweifelsfall sollte man keinerlei Aufforderungen folgen, um die eigenen persönlichen Daten zu schützen.

Eine erfundene Referenznummer soll der Nachricht zusätzliche Glaubwürdigkeit verleihen. Besonders hinterhältig: Die Absender weisen in der Mail selbst darauf hin, dass man ausschließlich auf vertrauenswürdige E-Mails reagieren solle – obwohl die Nachricht selbst genau das Gegenteil davon ist. Persönliche Daten oder Kontoinformationen sollten daher keinesfalls eingetragen werden.

Der in der Mail enthaltene Link führt auf eine gefälschte Website, die darauf ausgelegt ist, die Daten der Empfängerinnen und Empfänger abzugreifen und missbräuchlich zu nutzen. In der Mail heißt es konkret: „Sie profitieren von einer wirkungslosen Erstattung durch Ihre Krankenkasse.“ Und weiter: Man sei „berechtigt, Zahlungen entgegenzunehmen.“

Dennoch gilt: Auf den enthaltenen Link darf keinesfalls geklickt werden, und den Anweisungen in der Nachricht sollte nicht gefolgt werden. Auch bei dieser Variante handelt es sich um einen wiederholten Phishing-Versuch, der einzig darauf abzielt, persönliche Daten der Empfängerinnen und Empfänger abzufangen.

In einem früheren Fall wurden monatliche Erstattungen von 2.499,95 Euro in Aussicht gestellt, die angeblich aus einem sogenannten „Betriebsmanagementsystem“ auf die Empfänger warten sollten. Darüber hat Finanz.at berichtet.

Aktuell erhalten viele Menschen in Österreich erneut E-Mails und Nachrichten, in denen eine angebliche ÖGK-Rückerstattung von bis zu 1.265 Euro versprochen wird. Worauf dabei zu achten ist und alle weiteren Informationen sind auf Finanz.at abrufbar.

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KO KOSMO-Redaktion
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