Geld aus der Diaspora: Rekordsumme fließt nach Bosnien-Herzegowina

WIRTSCHAFT

Geld aus der Diaspora: Rekordsumme fließt nach Bosnien-Herzegowina

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Das Geld der bosnischen Diaspora trägt wesentlich zur Entwicklung des Landes bei. (Foto: zVg.)

Die bosnisch-herzegowinische Diaspora hat im Jahr zuvor einen Rekord an Geldüberweisungen erbracht. Der Gesamtbetrag an Überweisungen ist um sieben Prozent angestiegen.

Fast jedes Jahr schickt die bosnisch-herzegowinische Diaspora, die mittlerweile rund 2 Millionen Auslandsbosnier zählt, rund 1 Milliarde Euro in die alte Heimat. Die Geldüberweisung aus dem Ausland nach Bosnien-Herzegowina steigt mit der Abwanderung der Menschen aus dem Land. Der Gesamtbetrag der Geldüberweisungen aus der Diaspora belief sich im Jahr 2017 auf 1,33 Milliarden Euro, das sind 7 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Die Zahlen belegen, dass die Beiträge aus dem Ausland nach Bosnien-Herzegowina in den letzten fünf Jahren um eine Viertelmilliarde Euro gestiegen sind. Die Hauptgründe für die Zunahme an Geldüberweisungen aus dem Ausland seien private Bargeldtransaktionen, die bessere finanzielle Situation der Menschen in der Diaspora und auch die wachsende Zahl an Bosniern im Ausland, heißt es aus der bosnischen Zentralbank. Die Geldüberweisungen der Diaspora betragen 8,6 Prozent des BIP von Bosnien-Herzegowina.

Die Überweisungen sind um ein Vielfaches größer als direkte ausländische Investitionen im Land. 2016 hat die bosnische Diaspora sechs Mal mehr Geld zugesandt, als direkte Investoren aus dem Ausland.