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Debatte

„Gott ist trans“: Diese Predigt über Jesus geht viral (VIDEO)

3 Min. Lesezeit |

„Gott ist trans“ und Jesus habe nach seiner Auferstehung „transitioniert“: Aussagen aus einer Predigt in New York verbreiten sich derzeit rasant in sozialen Netzwerken und sorgen für heftige Diskussionen.

Ein Ausschnitt aus einer Predigt der US-amerikanischen Geistlichen Flourish Klink sorgt aktuell international für Aufsehen. Darin vertritt Klink eine ungewöhnliche theologische Interpretation von Gott, Jesus und Geschlecht. Obwohl die Predigt bereits vor mehreren Monaten gehalten wurde, bekommt das Video derzeit neue Aufmerksamkeit und wird verstärkt in sozialen Netzwerken verbreitet.

„Gott ist trans“

Die Aussagen stammen aus einer Predigt bei der Veranstaltung „Celebration of Trans Joy and Resilience“ in der berühmten Cathedral of St. John the Divine in New York. Die Veranstaltung fand am 21. März 2026 statt und wurde gemeinsam mit der Episcopal Diocese of New York organisiert. Klink war dabei offiziell als Prediger angekündigt.

In der Predigt sagt Klink ausdrücklich: „God is trans“ – „Gott ist trans“. Klink führt die Argumentation weiter und erklärt: „Gott ist jenseits von Junge und Mädchen.“

Klink geht anschließend noch einen Schritt weiter und bezieht diese Interpretation auf Jesus. Bei dessen Geburt habe Maria ein männliches Kind gesehen. Gott selbst sei jedoch, so Klinks Argumentation, nicht auf die Kategorien Mann oder Frau beschränkt.

Anschließend überträgt Klink diese Überlegung auf Jesus. Bei dessen Geburt habe Maria aufgrund des Körpers ihres Kindes angenommen, einen Jungen vor sich zu haben. Klink greift dabei eine Formulierung aus dem heutigen Transgender-Diskurs auf und spricht davon, dass Jesus bei der Geburt ein männliches Geschlecht zugewiesen worden sei. Da Gott nach Klinks Verständnis jedoch nicht auf die Kategorien männlich oder weiblich beschränkt sei, sei auch diese Zuordnung nicht vollständig.

Jesus habe „transitioniert“

Besonders jene Passage sorgt derzeit für Diskussionen, in der Klink über die Auferstehung Jesu spricht. Nach der Auferstehung sei Jesus verändert gewesen und von seinen Jüngern zunächst nicht erkannt worden.

Klink betont dabei selbst, dass die Bibel nicht erkläre, warum das so gewesen sei, und präsentiert anschließend eine eigene Deutung: Jesus sei als sein „wahres Selbst“ auferstanden, das jenseits von männlich und weiblich liege. Wörtlich erklärt Klink anschließend, Jesus sei nicht nur „transfigured“, also verwandelt worden, sondern sei „transitioniert“.

Damit wird der individuelle Prozess bezeichnet, bei dem eine transgender Person ihren Geschlechtsausdruck und gegebenenfalls ihren Körper stärker mit ihrer Geschlechtsidentität in Einklang bringt. Eine Transition muss dabei nicht zwangsläufig medizinische Eingriffe beinhalten. Sie kann beispielsweise soziale Veränderungen wie einen anderen Namen oder andere Pronomen, rechtliche Änderungen beim Namen oder Geschlechtseintrag sowie medizinische Maßnahmen wie Hormonbehandlungen umfassen.

Altes Video bekommt plötzlich neue Aufmerksamkeit

Neu sind die Aussagen allerdings nicht. Die Predigt fand bereits am 21. März 2026 statt. Sowohl die Kathedrale als auch Klink selbst veröffentlichten damals Aufzeichnungen beziehungsweise den vollständigen Text der Predigt. Erst jetzt verbreitet sich ein kurzer Ausschnitt daraus erneut stark über soziale Netzwerke.

Seit dem 23. September greifen auch US-amerikanische Webseiten und Medien das Video auf. Dabei wird vor allem die Aussage über Jesus und dessen angebliche „Transition“ kontrovers diskutiert. Die derzeit kursierenden Passagen sind jedoch keine erfundenen oder nachträglich verfälschten Zitate: Die entsprechenden Aussagen finden sich auch im von Klink selbst veröffentlichten Predigttext.

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KO KOSMO-Redaktion
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