Ein Elitepolizist, eine tote Freundin, ein Waldstück – und eine Version der Ereignisse, die die Staatsanwaltschaft nicht glaubt. Ein Cobra-Beamter aus Graz steht vor schwerwiegenden strafrechtlichen Konsequenzen.
Die Staatsanwaltschaft Graz hat gegen den 31-jährigen Manuel M. Anklage wegen Mordes erhoben. Ihm wird vorgeworfen, seine Freundin Johanna G. am 9. Jänner 2026 mit einem Gürtel erdrosselt zu haben. Anschließend soll er ihren Leichnam mit dem Auto zu seinem Wohnhaus transportiert und später in einem Waldstück vergraben haben.
Mordanklage & Strafe
Obwohl Manuel M. behauptet, der Tod seiner Freundin sei auf einen Unfall zurückzuführen, hält die Staatsanwaltschaft an der Mordanklage fest. Das Vergraben der Leiche räumt der Beschuldigte selbst ein – den eigentlichen Tatvorwurf weist er hingegen entschieden zurück. Sollte das Gericht ihn schuldig sprechen, droht ihm eine Freiheitsstrafe zwischen zehn und zwanzig Jahren, im schlimmsten Fall sogar eine lebenslange Haftstrafe.
Weitere Ermittlungen
Ein Verhandlungstermin ist bislang nicht angesetzt. Parallel zur Mordanklage bestehen weitere Ermittlungen wegen des Diebstahls einer Dienstwaffe sowie wegen unbefugten Waffenbesitzes. Diese Verfahren wurden vorerst zurückgestellt, um die Aufarbeitung des Mordvorwurfs nicht zu beeinträchtigen.
Darüber hinaus wird gegen Manuel M. untersucht, ob er unbefugt die Dienstwaffe eines Kollegen sowie polizeiliches Ausbildungsmaterial in seinem Besitz hatte.
Auch diese Ermittlungen ruhen derzeit, könnten jedoch zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.