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Graue Haare: Forschergruppe findet Grund für Alterungsmerkmal!

Graues-Haar
(FOTO: iStock)

Das Phänomen des Ergrauens beschäftigt den einen mehr, den anderen weniger – Wissenschaftler fanden eine Ursache für die weiße Frisur heraus.

An der Harvard University fand eine Forschergruppe um Bing Zhang vom Department of Stem Cell and Regenerative Biology heraus, dass Mäuse mit dunklem Fett unter Einfluss von Stress, weißes Fell bekommen.

Durch Schmerzreize konnten sie testen, wie sich der Zustand auf die Haarfollikel auswirkte. Das Ergebnis: Die Haare wuchsen bei den gestressten Tieren weiß nach.

Dermatologe Dr. Dirk Eichelberg bestätigt die Theorie auch beim Menschen: „Stress ruft den Fluchtreflex hervor. Für unsere Vorfahren bedeutete eine Stresssituation, dass sie sich schnell in Sicherheit bringen mussten – meistens durch Rennen. Dafür schoss ein Großteil des Blutes in Muskeln, Herz und Lunge. Die Versorgung der überflüssigen Energieverbraucher wie Haare oder Nägel wurden gedrosselt. Als Relikt der Evolution kann also eine extreme Stresssituation dazu führen, dass unsere Haare ergrauen, weil sie nicht mehr so gut versorgt werden.“

Die „grauen“ Haare sind im Übrigen weiß. Mit der Alterung durch weitere Faktoren verliert unser Körper die Fähigkeit Pigmente zu bilden, weshalb die Haare ohne nachwachsen – daher farblos.

In Südkorea fanden Wissenschaftler anhand von 6390 Testpersonen heraus, dass auch das Erbgut für das frühzeitige Ergrauen verantwortlich sein kann. Elterliche Gene die vererbt wurden oder auch Autoimmunkrankheiten können zu farblosen Haaren führen. Eine ungesunde Lebensweise, die Übergewicht oder Rauchen beinhaltet, fördert ebenfalls die Rückbildung der Farbpigmente.