Start News Chronik
golfballgroß

Hagel auf Bundesstraße: 20 Autos schwer beschädigt (FOTOS+VIDEO)

(FOTO: Facebook/BFV Kufstein)
(FOTO: Facebook/BFV Kufstein)

Am Sonntagabend wütete eine gewaltige Gewitter-Superzelle über der Eibergbundesstraße, die zwischen Söll und Kufstein in Tirol liegt, und setzte dabei eine verheerende Menge an golfballgroßen Hagelkörnern frei.

Das Ergebnis war verheerend: Über zwanzig Fahrzeuge erlitten erhebliche Schäden durch den extremen Niederschlag. Alle Insassen mussten von Einsatzkräften der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden. Der Unwetterschrecken erstreckte sich auch auf den Raum Zams, wo eine Wandergruppe, darunter Kinder, von einem Murenabgang überrascht wurde.

Unerwarteter Hagel verwüstet Eibergstraße

Die von GeoSphere ausgerufene Warnstufe „Orange“ erwies sich als bittere Realität, als der Himmel am Sonntag gewaltige Unwetter über den nördlichen Teil Tirols entlud. Besonders hart getroffen wurden Autofahrer auf der Eibergstraße durch einen plötzlich niedergehenden Hagelschauer. Die meisten Fahrzeugscheiben hielten den Riesen-Hagelkörnern nicht stand. Ersten Berichten zufolge wurden mindestens 20 Autos derart beschädigt, dass eine Weiterfahrt unmöglich war. Die örtlichen Feuerwehren leisteten schnelle Hilfe, indem sie die Insassen bargen und Erstversorgung anboten.

Mure verschüttet Straße bei Zams

Nur kurz vor diesem Ereignis hatte ein schweres Unwetter mit Hagel die Gegend um die Silberspitze nordöstlich von Zams erschüttert. Die Folge war eine Mure, die sich ihren Weg bis auf die Tiroler Bundesstraße (B171) bahnte und diese auf einer Länge von etwa 50 Metern mit bis zu drei Metern Höhe verlegte. Glücklicherweise wurden keine Fahrzeuge von dem Erdrutsch erfasst. Die Mure blockierte auch eine unbefestigte Zufahrtsstraße sowie den Parkplatz der Steinseehütte.

In mehreren Teilen Tirols, besonders im Bezirk Kufstein, mussten die Feuerwehren wegen dem schweren Unwetter ausrücken ausrücken. Umgestürzte Bäume, Erdrutsche und der Hagel forderte die Einsatzkräfte. Glücklicherweise hab es keine Verletzten.

Rettungsaktion für Wandergruppe

In dem durch den Murenabgang hervorgerufenen Chaos befanden sich vier Erwachsene und vier Kinder, die auf dem Rückweg von der Hütte waren, plötzlich in einer misslichen Lage, da ihr Weg blockiert war. Sie fanden in der Gegend der Gaseilwiese Schutz und konnten von dort mit einem Hubschrauber des Innenministeriums sicher ins Tal geflogen werden.

Umfangreiche Rettungs- und Sicherungsmaßnahmen

Trotz des massiven Murenabganges und des Hagelsturms sind glücklicherweise keine Personen zu Schaden gekommen. Die B171 bleibt jedoch bis auf Weiteres, mindestens aber bis Montag, gesperrt. Der Verkehr wird in der Zwischenzeit über die Anschlussstellen Zams und Schönwies auf die Inntalautobahn umgeleitet. Die Feuerwehr Zams mit 33 Einsatzkräften, unterstützt von der Feuerwehr Schönwies mit 13 Mann sowie der Feuerwehr Landeck, die eine Drohne und fünf Einsatzkräfte bereitstellte, waren am Einsatzort tätig, um die Folgen der Unwetter zu bewältigen.