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Finanzielle Herausforderungen

Halbe Million Österreicher gehen hungrig ins Bett!

(FOTO: iStock)

Die Umfrage „So geht’s uns heute“, eine Initiative von Statistik Austria und dem Institut für Höhere Studien (IHS), in Auftrag gegeben vom Sozialministerium, zeichnet ein detailliertes Bild der finanziellen Herausforderungen, denen sich die österreichische Bevölkerung gegenübersieht. Die hohe Inflation der letzten zwölf Monate hat bei 32% der Befragten (2,08 Millionen Menschen) zu einem Rückgang des verfügbaren Einkommens geführt. Dennoch gibt es einen Silberstreif am Horizont, da 23% der Befragten (1,49 Millionen Menschen) eine Verbesserung ihrer finanziellen Situation verzeichnen konnten.

Die steigenden Lebenshaltungskosten machen es für 17% der Bevölkerung (1,12 Millionen Menschen) „sehr schwer“ oder „schwer“, mit ihrem Haushaltseinkommen über die Runden zu kommen. Dies ist eine leichte Zunahme im Vergleich zum Vorjahr, als 16% der Befragten ähnliche Schwierigkeiten äußerten.

Die Wohnkosten sind für 22% der Befragten (1,46 Millionen Menschen) eine „schwere Belastung“, ein Anstieg von 18% im Vergleich zum Vorjahr. Darüber hinaus können 28% der Befragten (1,83 Millionen Menschen) unerwartete Ausgaben in Höhe von 1.370 Euro nicht ohne Kreditaufnahme oder Ratenzahlung bewältigen, ein Wert, der sich im Jahresvergleich kaum verändert hat.

8 Prozent haben zu wenig Geld für Essen

Der finanzielle Druck hat auch Auswirkungen auf Freizeit und soziale Aktivitäten. 30% der Befragten (ca. 1,94 Millionen Menschen) können sich keinen jährlichen Urlaub leisten, ein Anstieg von 5% im Vergleich zum Vorjahr. Knapp 26% der Befragten (ca. 1,69 Millionen Menschen) müssen aufgrund finanzieller Einschränkungen auf regelmäßige Freizeitaktivitäten wie Sportkurse, Konzerte oder Restaurantbesuche verzichten.

Zudem haben 11% der Befragten (710.000 Menschen) Schwierigkeiten, ihre Wohnung ausreichend zu heizen, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 8,4% im Vorjahr. Etwa 8% der Befragten (513.000 Menschen) haben zu wenig Geld, um ausreichend Essen zu kaufen, eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr.

Die finanziellen Herausforderungen wirken sich auch auf das soziale Leben aus. 13% der Befragten (837.000 Menschen) können es sich nicht leisten, mindestens einmal im Monat Freunde, Verwandte oder Bekannte zum Essen oder Trinken einzuladen, ein Anstieg von fast 4% im Vergleich zum Vorjahr.

Österreicher blicken skeptisch in die Zukunft

Die Umfrage zeigt auch, dass die Österreicherinnen und Österreicher skeptisch in die Zukunft blicken. 46% der Befragten planen, sich bei größeren Ausgaben in den nächsten zwölf Monaten zurückzuhalten.

Darüber hinaus rechnen 60% der Befragten damit, dass sich die allgemeine Wirtschaftslage in Österreich „wesentlich“ oder „etwas“ verschlechtern wird.