Die neue Corona-Variante „Stratus“ breitet sich in Österreich aus. Mit markanten Symptomen wie extremen Halsschmerzen sorgt die Mutation für Aufmerksamkeit.
Mit Beginn des Herbstes verzeichnet Österreich wieder steigende Corona-Infektionszahlen. Besonders auffällig ist dabei die zunehmende Verbreitung einer neuen Variante namens „Stratus“, die auch unter der Bezeichnung XFG bekannt ist. Diese Mutation, entstanden aus zwei verschiedenen Omikron-Sublinien, wird derzeit von der Weltgesundheitsorganisation WHO als Variante unter Beobachtung eingestuft und sorgt international für Aufmerksamkeit.
Die WHO führt die Variante XFG seit Ende Juni 2025 offiziell als „Variant Under Monitoring“. Bei Stratus handelt es sich um einen rekombinanten Omikron-Ableger, der aus den Linien LF.7 und LP.8.1.2 hervorgegangen ist. Bereits in mindestens 38 Ländern wurde die Variante nachgewiesen, der globale Anteil lag zuletzt bei rund 22,7 Prozent aller Neuinfektionen.
Typische Symptome
Die Symptomatik bei einer Infektion mit Stratus ähnelt grundsätzlich jener früherer Corona-Varianten, weist jedoch einige markante Besonderheiten auf. Besonders charakteristisch sind intensive Halsschmerzen und Heiserkeit, die häufig als erstes Anzeichen auftreten. Betroffene beschreiben die Halsschmerzen mitunter als extrem unangenehm – vergleichbar mit dem Gefühl von „Rasierklingen im Hals“.
Internationale Ärztmeldungen aus Indien und Großbritannien bestätigen diese Beobachtung: Heiserkeit und eine raue, kratzige Stimme gelten als auffällige Erstanzeichen der Stratus-Infektion. Zum typischen Symptombild gehören zudem trockener Reizhusten und Schnupfen, oft begleitet von Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie allgemeiner Erschöpfung. In einzelnen Fällen kommt es auch zu Atembeschwerden. Die Kombination aus starken Halsschmerzen und Heiserkeit tritt bei der aktuellen Infektionswelle besonders häufig auf.
Verlauf und Schutz
Nach derzeitigem Wissensstand gibt es keine Hinweise darauf, dass Infektionen mit der Stratus-Variante zu schwereren Krankheitsverläufen führen als andere Omikron-Varianten. Die verfügbaren Impfstoffe bieten weiterhin effektiven Schutz vor schwerwiegenden Erkrankungen. Bemerkenswert ist jedoch die schnelle Ausbreitungsgeschwindigkeit dieser Variante, die in manchen Gebieten bereits einen erheblichen Anteil der Neuinfektionen ausmacht.