Während Nachbarländer unter Superzellen und möglichen Tornados zittern, atmet Österreich auf. Das massive Unwetterband über Mitteleuropa streift die Alpenrepublik nur am Rande.
Ein markantes Unwetterband zieht derzeit über Mitteleuropa hinweg und sorgt in mehreren Ländern für Alarmbereitschaft. Die intensivsten Wetterphänomene werden in den Nachbarregionen westlich und nördlich Österreichs erwartet. Eine ausgeprägte Gewitterlinie bewegt sich am Mittwoch von Südfrankreich über die Schweiz in Richtung Bayern und weiter nach Tschechien. Meteorologen rechnen in diesen Gebieten mit heftigen Niederschlägen, Hagelschlag und Sturmböen, die Geschwindigkeiten von mehr als 100 km/h erreichen können. Zudem wird eine außergewöhnlich hohe Blitzaktivität prognostiziert.
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Gefahr durch Superzellen
Besonders kritisch könnte die Situation in Bayern und Tschechien werden. Die Wetterdienste warnen vor der möglichen Entstehung von Superzellen – rotierenden Gewitterkomplexen mit besonderer Intensität. In diesen Regionen besteht sogar die Gefahr vereinzelter Tornados. Im Tessin, dem südlichsten Kanton der Schweiz, drohen durch die erwarteten Starkniederschlägen lokale Überschwemmungen und Erdrutsche an Hängen.
Österreichs Randgebiete
Für Österreich zeichnet sich aktuell eine vergleichsweise moderate Wetterlage ab. Die schweren Unwetter werden das Bundesgebiet voraussichtlich nur am Rande treffen. Erhöhte Gewittergefahr besteht primär in zwei Grenzregionen: im Bereich des Bodensees, wo Österreich an Deutschland und die Schweiz grenzt, sowie im Innviertel im westlichen Teil Oberösterreichs. In diesen Gebieten können lokal begrenzt starke Regenfälle, Hagel und kräftige Windböen auftreten.
Obwohl Österreich von den schwersten Unwettern weitgehend verschont bleiben dürfte, können in den genannten Regionen dennoch vereinzelt Wetterprobleme auftreten.