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Gefahr

Hirschlausfliegen-Alarm: Gefahr für Mensch und Tier

Hirschlausfliegen-Alarm: Gefahr für Mensch und Tier
(FOTO: wikimedia/Frank Vassen)
2 Min. Lesezeit |

Die Hirschlausfliege, im Volksmund auch als Hirschlaus bekannt, ist ein Insekt, das sich in den Sommermonaten auf die Suche nach einem Wirt begibt.

Ähnlich wie Zecken bevorzugt die Hirschlausfliege den Wald als Lebensraum und hält sich dort meist bei Rehen und Hirschen auf. Dennoch kann sie auch Hunde, Pferde und sogar Menschen befallen. Nach einem Biss sind in 90 Prozent der Fälle allergische Reaktionen zu beobachten, und Experten zufolge können die kleinen Plagegeister auch als Zoonosen-Überträger fungieren.

„Fliegende Zecke

Milde Winter begünstigen die Entwicklung von Hirschlausfliegenlarven, die sich aufgrund von Überpopulation auch Menschen und Haustieren zuwenden. Insbesondere bei Reitern sind die blutsaugenden Insekten ein Problem, da sie sich gerne in Schwärmen am Waldrand bei Koppeln aufhalten. Nachdem die Hirschlaus zugebissen hat, wirft sie ihre Flügel ab und ähnelt dann dem Gemeinen Holzbock, was den Begriff „Fliegende Zecke“ verstärkt.

Ötzi Fun Fact

Interessanterweise wurde eine Hirschlausfliege auch bei der Gletschermumie „Ötzi“ gefunden, was darauf hindeutet, dass diese Insekten die Menschheit bereits seit mehr als 5.000 Jahren plagen. Bei Menschen bevorzugen sie die Kopfhaut oder den Nackenbereich. Im Unterschied zur Zecke krabbelt die Hirschlausfliege schneller am Wirt, um einen geeigneten Platz zum Beißen zu finden.

Larve und Befall

Sobald die Hirschlausfliege zugebissen hat, ernährt sie sich regelmäßig von ihrem Wirt und sucht gleichzeitig nach einem paarungsbereiten Artgenossen. Nach der Paarung bringt das Weibchen eine einzelne Larve zur Welt, die auf den Boden fällt, sich dort verpuppt und später als erwachsene Hirschlausfliege schlüpft. Bei Hunden sind sie häufig im Nacken, um die Rute oder am Bauch zu finden. Im Gegensatz zu Zecken reagieren Hunde oft irritiert auf die krabbelnden Insekten und beißen wild um sich.

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Einige Spot-On-Präparate sollen auch gegen Hirschlausfliegen helfen. Es empfiehlt sich, den Tierarzt des Vertrauens für weitere Informationen und Behandlungsmöglichkeiten zu konsultieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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