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UNFASSBAR

Horror-Sprachreise: Österreicherin von Gastfamilie in Psychiatrie eingewiesen

(FOTO: iStockphoto)

Für eine Schülerin aus dem Bezirk Baden (NÖ) wurde ihre Sprachreise bei einer Gastfamilie in Amerika zu einem richtigen Horror-Trip. Anstatt Englisch zu lernen, wurde die 17-Jährige in eine Psychiatrie eingewiesen.

Von Anfang an war der Aufenthalt der 17-jährigen Schülerin Alicia bei ihrer Gastfamilie in Amerika seltsam. Wie ihre Mutter gegenüber der Krone erzählte, sei ihr diese Gastfamilie schon von Beginn spanisch vorgekommen: „Gleich in den ersten Wochen musste Alicia mit der Gastfamilie zweimal umsiedeln.“ Außerdem hätte die 17-Jährige kaum etwas zu essen bekommen, wie die Mutter schockiert berichtete: „Unser Kind bekam zu wenig zum Essen. Und obwohl es Durst hatte, gab es nichts zu trinken für das Mädchen. In einem Supermarkt einkaufen durfte es ebenso nicht, weil angeblich Kidnapping-Gefahr auf der Straße bestand.“ Fast täglich hätte Alicia ihre Mutter Illona E. angerufen und sich über die Zustände beklagt.

Toxische Umgebung
Neben diesen gefängnisartigen Verhältnissen kam auch noch hinzu, dass die Gastmutter enorme Schwierigkeiten mit ihrem Ex-Mann hatte, der ein ehemaliger gewalttätiger Häftling war. Anstatt in einer guten Atmosphäre die Sprache besser zu lernen, litt Alicia unter der aggressiven Atmosphäre im Haus ihrer Gastfamilie.

Streit wegen Läusen eskaliert
Die Situation eskalierte schließlich, als sich die 17-Jährige mit Kopfläusen ansteckte. Ihr Kopfjucken wurde von ihren Gasteltern heruntergespielt. Sie wurde zu einer dubiosen Ärztin gebracht, die ihr Cortison verschrieb. Mutter Illona sprach sich via Mail strickt gegen diese Behandlung aus, doch sie wurde ignoriert. Und dann der Knaller!

Plötzlich ließ die Gastfamilie Alicia – ohne das Mädchen oder ihre Eltern vorher zu informieren – wegen angeblicher Selbstmordgefahr in die Psychiatrie einliefern. Fünf grauenvolle Tage lang musste die 17-Jährige in einer psychiatrischen Klinik in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona verbringen. Schließlich wurde sie von alarmierten Außenamtsbeamten abgeholt und zurück nach Österreich begleitet. Nun läuft ein Prozess um die Rückerstattung von 13.000 Euro für den Sprachkurs.

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