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Schwerer Missbrauch

„Ich bin ein Vergewaltiger“: Er betäubte seine Ehefrau jahrelang

„Ich bin ein Vergewaltiger“: Er betäubte seine Ehefrau jahrelang
BILD: Benoit Peyrucq/AFP
3 Min. Lesezeit |

In Avignon sorgt derzeit ein Vergewaltigungsprozess für Bestürzung. Dominique Pélicot räumte in einer Gerichtsverhandlung endlich ein, seine Frau zwischen 2011 und 2020 mehrfach betäubt und sie anschließend anderen Männern zur Vergewaltigung überlassen zu haben. Er nutzte Websites, um seine Frau anzubieten. All dies geschah ohne ihr Wissen und Einverständnis.

Hauptangeklagter bricht sein Schweigen

Der Prozess, der unter Leitung des Gerichtspräsidenten in Avignon stattfindet, war aufgrund der gesundheitlichen Probleme des Hauptangeklagten ins Stocken geraten. Eine Woche lang versteckte sich der 71-jährige Pélicot hinter angeblichen Nierenproblemen, sodass sogar eine Vertagung des viermonatigen Prozesses mit insgesamt 51 Angeklagten im Raum stand. Plötzlich, unverhofft und lange erwartet legte Pélicot jedoch ein volles Geständnis ab und brachte die verstörenden Details des Falles ans Licht.

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BILD: Benoit Peyrucq/AFP

Prozess in Avignon: Mann gesteht Vergewaltigung seiner Frau

Dominique Pélicot, der seine Frau jahrelang unter Drogen setzte und fremden Männern zur Vergewaltigung überließ, hat vor dem Gericht in Avignon seine Schuld eingestanden. „Ich bin ein Vergewaltiger“, sagte er vor den Richtern. Seine Ehefrau habe das nicht verdient, fügte er hinzu. Die Taten fanden über einen Zeitraum von fast zehn Jahren statt. Pelicot betäubte seine Frau Gisèle regelmäßig mit Schlafmitteln und ließ sie dann von über 50 Männern missbrauchen, ohne dass sie etwas davon wusste.

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BILD: Benoit Peyrucq/AFP

50 Mitangeklagte vor Gericht

Neben Pélicot stehen auch 50 weitere Männer vor Gericht, die das abscheuliche Angebot Pélicots annahmen und an den Taten beteiligt gewesen sein sollen. Der Angeklagte betonte, dass alle Mitangeklagten von dem Missbrauch gewusst hätten: „Sie wussten alle Bescheid, niemand kann das Gegenteil behaupten.“ Diese Aussage sorgt für Entsetzen in der Öffentlichkeit und hat in ganz Frankreich eine Debatte über männliche Gewalt und Missbrauch ausgelöst.

Gisèle Pelicot, die betroffene Ehefrau, hatte bereits in der letzten Woche ausgesagt. Sie berichtete von jahrelangen Gedächtnislücken und unerklärlichen gesundheitlichen Beschwerden, die erst viel später in Zusammenhang mit den Taten gebracht werden konnten.

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BILD: Benoit Peyrucq/AFP

Proteste in Frankreich

Der Fall hat landesweit für Empörung gesorgt. Tausende Menschen gingen auf die Straße, um gegen männliche Gewalt und Vergewaltigungen zu demonstrieren. Die Opfer werden in Frankreich von einer breiten Öffentlichkeit unterstützt, und die Forderungen nach härteren Gesetzen gegen Missbrauch werden immer lauter.

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Welche Konsequenzen dieser Prozess für alle Beteiligten haben wird, bleibt abzuwarten. Dominique Pélicot sowie seine Mittäter müssen sich nun für ihre Taten verantworten. Das Opfer und die Gesellschaft stehen vor der schwierigen Aufgabe, mit den Folgen dieser grausamen Verbrechen umzugehen. Das Urteil gegen Pélicot und alle Mitangeklagten wird in den kommenden Wochen erwartet.

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KO KOSMO-Redaktion
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